Sagenumwobener Holunderbusch oder Holler

Im späten Frühling und zu Beginn des Sommers hat die Nase sie schon bemerkt, bevor das Auge sie entdecken kann. Die Rede ist von den unverkennbaren, wohlriechenden Holunderblüten.

Einer Sage nach wohnt in den Blättern des Busches die Holde oder die Holler. Diese segensreiche germanische Göttin soll von Haus und Hof alles Übel abhalten. Deshalb war die Pflanze früher in Deutschland hoch geschätzt und durfte in keinem Garten fehlen und stand sogar unter Naturschutz. Gerne wurden aus dem Gehölz des Busches auch Türriegel geschnitzt, um sich weiteren Schutz zu erhoffen.

Zahlreiche andere Mythen ranken sich um den Holunderbusch. Besonders in Bayern war sogar die Verehrung weit verbreitet. Frauen nutzten ihn als Liebesorakel und der Verzehr von Holunderkuchen versprach wunderbare Kräfte. Es war unter Strafe verboten einen Holunderbusch zu fällen – es hätte dem Übeltäter, seiner Familie und dem ganzen Dorf großes Unglück gebracht.

Man sagt, ein Holunderbusch sucht die Nähe des Menschen. Tatsächlich sieht am ihn oft direkt neben einer Scheune oder nah bei den Häusern.

Der Holunderbusch kommt in unseren Regionen häufig vor. Er wächst wild in ganz Europa und ist anspruchslos, winterfest und benötigt trotz seines üppigen Wachstums nur wenig Erde.

Doch die Zeit der Holunderblüten ist sehr kurz und deshalb muss man sich sputen, wenn man die Blüten noch nutzen möchte.

Zum einen kann man sie in einen Krug mit Wasser geben, wo sie einen leichten Geschmack abgeben, oder man trocknet sie  für einen schweißtreibenden Tee bei Erkältungen oder für ein Entspannungsbad, bei dem man sie aufkocht und den Sud ins Badewasser gibt.

Außerdem kann man einen sehr leckeren Holunderblütenessig herstellen. Um sich einen Jahresvorrat anzulegen, ist jetzt die richtige Zeit.
Das ist völlig unkompliziert und mit wenig Zeitaufwand zu schaffen.

Dazu nimmt man die frischen, vollständig aufgeblühten Dolden, schüttelt eventuell vorhandene kleine Insekten ab und steckt sie in eine Flasche mit weitem Hals.

Die Holunderblüten werden nicht gewaschen. Ungefähr 6 Dolden pro 0,75 ml Flasche. Sie sollten nach dem Abtrocknen des Morgentaus geerntet werden, um Schimmelbefall vorzubeugen. Danach übergießt man die Dolden am besten mit naturtrübem Obstessig und stellt die geschlossene Flasche für 2 Wochen möglichst in die Sonne.

Jeden Tag ein wenig schütteln. Nach 14 Tagen ist der Essig schon fertig. Man gießt ihn dann durch ein feines Sieb am besten in kleine dunkle Flaschen, beschriftet sie und stellt ihn dunkel und kühl.
So hat man das ganze Jahr einen Vorrat, um den Salatdressings einen besonderen Geschmack zu verleihen.

Man kann auch einen anderen Essig nehmen. Ich werde in diesem Jahr mal einen Ansatz mit Balsamico Essig bianco testen, und  werde berichten.

 

 

 

 

Gesundheitstreff zum Thema “Heilkraft der Bewegung”

Der nächste Vortrag des Gesundheitstreffs EULE am 18. Juni 2018 widmet sich dem Thema “Heilkraft der Bewegung”.

Der  Mensch ist für die Bewegung geschaffen.

Denn eine sehr lange Zeit der Menschheitsgeschichte zog der Mensch in Gruppen umher und legte weite Strecken zurück. Darauf ist unser Körper ausgelegt. Viele Anpassungen (z.B. das Schwitzen ) dienen der Ausdauerfähigkeit, um den Körper zu kühlen, damit er eben länger die erforderliche Leistung bringen konnte.

Diese Ausdauerfähigkeit ist beim Menschen von allen Lebewesen am besten ausgeprägt. Das war insbesondere bei der Jagd relevant, denn nur so war es möglich die Beute so lange zu hetzen, bis diese überhitzt und erschöpft leichter erlegt werden konnte. Aber auch beim Sammeln von Beeren und Kräutern oder beim Suchen von Wasserstellen oder geeigneten Lagerplätzen wurden oft weite Strecken zurückgelegt.

Dabei brauchte der Mensch zum einen die Ausdauer und zum anderen aber auch die Fähigkeit bei Verletzungen auch in der Bewegung zu heilen, denn wer nicht mithalten konnte, der war dem Tod geweiht.

Die wenigen Jahre der Zivilisation haben den über einige Millionen Jahre geformten Körper und auch die biochemischen und biomechanischen Grundfunktionen nicht wirklich ändern können.

Unser Körper funktioniert also am besten, wenn er sich bewegt.

Aber wie sieht der heutige Alltag meist aus?

Schon im Kindergarten sitzen die Kinder beim Spielen an ihren Tischen und haben lediglich kurze Sportstunden und gehen nur wenig raus auf den Spielplatz. Oft genug werden sie schon mit dem Bus oder von den Eltern im Auto hingefahren.
In der Schule sitzen sie bis auf die kurzen Pausen ebenfalls die ganze Zeit. Die Nachmittage sind geprägt von Terminen, wo sie bestenfalls zum Vereinssport gefahren werden oder sowieso am Computer oder Fernsehen sitzen. Zeit für freies Spielen draußen, wo man auch ohne Ergotherapie oder gut konzipierte Sportstunden grob- und feinmotorische Fähigkeiten durch springen, hüpfen, Ball fangen, klettern, laufen oder Sandburgen bauen ganz so nebenbei erwirbt, oft Fehlanzeige. Wer von den Kindern heute kennt denn noch das gute alte Hickhäuschen, Gummitwist oder Kinder- und Abzählreime?

Und wem in der Kindheit Bewegung nicht vertraut gemacht wird, tut sich auch als Erwachsener schwer. Es wird weiter gesessen, im Auto, im Büro, beim Geschäftsessen, beim Fernsehen, vor dem PC……….

Der Mensch ist im wahrsten Sinne des Wortes sesshaft geworden.

Dabei ließen sich viele Krankheiten verhindern bzw. deutlich lindern, wenn sich mehr bewegt würde. So lange einen keine schwere Erkrankung mit hohem Fieber u.ä. ans Bett fesselt, sollte man täglich einen Spaziergang machen.

Doch wie viel sollte man sich bewegen, um einen gesundheitlichen Nutzen erzielen zu können?

Die Einschätzung, ob man sich genug bewegt ist schwierig. Deshalb wird es an dem Abend Anregungen geben, wie man sich selbst testen kann und welche Möglichkeiten man hat, mehr Bewegung in seinen Alltag zu integrieren.

Weitere Informationen erhalten Sie hier: Veranstaltung “Heilkraft der Bewegung”

Wie immer werden Kostproben der vitalstoffreichen Vollwertkost angeboten.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Sauerteig-Backkurs auf dem Biohof Nature Homes auf Fehmarn

Warum nicht auch im Urlaub selbst an einem Backkurs (Sauerteig) teilnehmen?

Ich packte jetzt die Gelegenheit beim Schopfe und fand mich mit 4 anderen Teilnehmern im wunderschön gestalteten Seminarraum des Biohofs Nature Homes auf Fehmarn ein. Christine Albert, ebenfalls eine Gesundheitsberaterin GGB, hieß uns herzlich willkommen.

Die liebevolle Tischdeko mit frischen Brötchen, Kräuterbutter, selbstverständlich mit Kräutern aus dem eigenen Biogarten, Rohkost und Sauerteigbrot stimmte uns auf die kommenden interessanten Stunden ein.

Bei frischem Kräutertee stellten wir uns kurz vor und dann ging es los. Christine Albert erklärte warum es gerade in der heutigen Zeit so wichtig ist, das “täglich Brot” aus frisch gemahlenem Mehl selbst zu backen.

Auch Sauerteigbrot sei mit ein paar Grundkenntnissen ganz leicht selbst herzustellen. Wenn man dann mal das Gefühl für den Teig und die Gehzeiten entwickelt hat, kann man dann mit Getreidesorten, Nüssen, Saaten und Brotgewürzen nach Herzenslust rum experimentieren.

Ganz modern als Front-Cooking ließ sie uns an ihrem reichhaltigen Erfahrungsschatz aus über 30 jähriger Backtätigkeit teilhaben.
Dabei erklärte sie jeden einzelnen Schritt und wies auf mögliche Fehlerquellen hin. Auch viele Tipps und Tricks, ob zu hilfreichen Haushaltsgeräten, Schüsseln, Abspülen oder Teigkonsistenz verriet sie uns.

Gerne nutzten wir die Gelegenheit auch mal den Teig zu rühren, um ein Gefühl zu bekommen, wie er sein muss.

Die Geh- und Backzeiten des Sauerteigbrotes wurden genutzt um weiter in die Theorie einzutauchen oder um Fragen zu beantworten. Und natürlich auch um das bereitgestellte Brot mit Butter und Kräuterbutter zu probieren.

Die Zeit verging wie im Flug und die frischen Brote wurden gerne mit nach Hause genommen. Sie sollten sich lange frisch halten. Aber ich denke, sie werden schnell verzehrt sein.

Jedenfalls habe ich Lust und Laune bekommen mich auch mal wieder an einem Sauerteigbrot zu versuchen. Ich werde davon berichten.

Wer selbst mal Lust hat bei Christine Albert einen Kurs zu besuchen der kann sich hier informierten: Biohof Fehmarn

 

 

 

 

Herrliche Erdbeerzeit

Im späten Frühling und Anfang Sommer ist sie wieder da, die herrliche Erdbeerzeit. Wenn auch moderne Anbautechniken es möglich machen die köstlichen Erdbeeren über einen längeren Zeitraum im Jahr zu genießen, so schmecken sie jetzt aus Freilandanbau doch am besten.

Diese kurze Zeit sollte man unbedingt nutzen und Erdbeeren möglichst oft essen.

Leckere Extraportion Vitamin C

Nach dem langen Winter freut sich der Körper über die Extraportion Vitamin C und über weitere wichtigen Inhaltsstoffen, wie Kalzium, Magnesium, Eisen und Kalium. Mit 60 Milligramm Vitamin C auf 100g ist ihr Vitamin C Gehalt höher als der von Orangen und Zitronen.

Erdbeeren roh genießen

Außerdem steckt in kaum einer anderen Frucht so viel Folsäure wie in der Erdbeere. Dieses für die Blutbildung wichtige Vitamin aus der Gruppe der B-Vitamine ist wasserlöslich und hitzeempfindlich und deshalb sollten die Früchte auch möglichst kurz gewaschen und roh verzehrt werden. Folsäure muss über die Nahrung zugeführt werden, da der menschliche Körper sie nicht selbst herstellen kann.

Powerfrüchte-Rezepte

Die gute Nachricht: diese Powerfrüchte bestehen  zu 90 % aus Wasser und bei nur 33 Kilokalorien pro 100 g Früchten ist das ein Genuss ohne Reue.

Überall gibt es zahlreiche Rezepte rund um die rote Frucht. Meist als Nachspeise mit Sahne, Quark, Joghurt oder als Belag für Kuchen.

Doch lassen sie sich auch wunderbar zu herzhaften Gerichten verarbeiten. Kombiniert mit Spargel oder Zucchini sind sie einfach nur köstlich, erfrischend und lecker.

Hier geht es zu unserem Rezept für “Marinierte Erdbeeren mit Zucchini”.

 

Vegetarisch Grillen – raffiniert und lecker

Wieder fanden sich zahlreiche interessierte Teilnehmer zum Kochkurs “Vegetarisch Grillen – raffiniert und lecker” in der Familienbildungsstätte Mayen zusammen.

Denn wenn man sich vegetarisch und vollwertig ernähren möchte, ist es manchmal schwierig, in dem üblichen Angebot bei einer Grillparty was passenden zu finden. Da es aber oft gern gesehen ist, dass jeder etwas zum Mahl beisteuert, dürfte das zukünftig kein Problem mehr darstellen.

Vegetarische Varianten

Nach ein bisschen Theorie ging es in die Küche, um die leckeren vegetarischen Varianten für den Grill oder die Beilagen zuzubereiten. Denn was man selbst mal ausprobiert hat, findet leichter Eingang in den häuslichen Rezepteschatz.

Würzig gings her mit Knoblauch, Rosmarin und anderen Kräutern zum Einlegen von Gemüse, Champignons und Gemüsespießen.

Brot und Butter

Auch Brot und Butter darf auf einer Grillparty nicht fehlen. Die gefaltete Variante des Kräuterbutterbrotes findet immer wieder großen Anklang.

Die Teilnehmer erfuhren auch, wie man ein schon gut erprobtes Rezept für z.B. Ciabattabrot mit eingelegten getrockneten Tomaten oder Oliven tauglich für die Gartenfeier abwandelt.

Hier wäre auch das Einarbeiten von gerösteten Zwiebeln denkbar. Gemüsebutter mit allerlei verschiedenem Gemüse kommt schön bunt daher und lädt auf jeden Fall zum Probieren ein.

Salat

Salate aller Art sind auch beim Grillen sehr beliebt als frische Beilage. Bei einem vollwertigen Gericht sind Salate ebenso eine leckere Pflicht. Da kommt ein Weißkohl-Möhrensalat farbenfroh und saftig daher, der auch zu Fleischgerichten wunderbar passt.
Neben den Vitaminen liefern Salate vielfältige wichtige Bestandteile wie Mineralien und Enzyme, die die Verdauung unterstützen. Durch die Gewürze wird auch Fettiges besser verträglich.

Da auch das Auge mit isst, entstanden leckere Obstspieße und Melonenpizza. Die schmecken nicht nur als Nachtisch. Da greift doch sicher jeder gerne zu. Sie sind gerade auf Sommerpartys lecker und erfrischend, schnell gemacht und stecken voller Vitamine und Energie.

Lassen Sie sich von der herrlichen Auswahl an frischem Obst in dieser Jahreszeit inspirieren. Die “Pizzen” können wahlweise auch noch mit gehackten Nüssen oder Kokosraspeln bestreut werden.

Die Grillsaison kann eröffnet werden, die Rezepte sind leicht nachzuarbeiten, vegetarisch und vegan, lecker, raffiniert und bringen zusätzlich noch eine gehörigen Portion Vitamine und Mineralstoffe auf den Tisch.

Rezepte

 

Kochabend mit und für Diabetiker

Im Küchenstudio Arenz in Mayen fand jetzt in Zusammenarbeit mit der Praxis West in Mayen ein Kochkurs mit und für Diabetiker statt.

Essverhalten hat direkten Einfluss auf Blutzuckerspiegel

Wie kaum bei einer anderen Krankheit, ist ein Zusammenhang zwischen dem was gegessen oder getrunken wird und den Wirkungen auf den Körper, hier insbesondere auf den Blutzucker, so klar wie bei der Diabetes. Um Komplikationen im Krankheitsverlauf zu verhindern, ist es deshalb sehr wichtig einerseits durch Medikamente und Kontrolle den Blutzuckerspiegel zu regulieren, andererseits aber auch durch entsprechendes Essverhalten selbst dazu beizutragen, die Blutzuckerschwankungen so gering wie möglich zu halten.

Ganz nach dem Motto, so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich, sollen die Medikamente sehr dosiert eingesetzt werden.

Vitalstoffreiche Vollwertkost reguliert besser

Da kann die vitalstoffreiche Vollwertkost, wo überwiegend frische Lebensmittel und immer frisch gemahlenes Getreide verarbeitet wird, einen guten Beitrag leisten. Die sehr interessierten Teilnehmer erfuhren, wie wichtig es ist, dass das Getreide immer vor der Verarbeitung frisch gemahlen wird. Nur darin sind die wichtigen Vitamine und Mineralien enthalten, die das Getreide so wertvoll machen. Denn bei den gekauften Vollkornmehlen wird immer der Getreidekeim entfernt, damit das Mehl nicht ranzig wird und damit fehlen die fettlöslichen Vitamine. Je niedriger der Typenzahl der Mehle ist, um so geringer ist der Anteil an Faserstoffen, Mineralien und Vitaminen.

Da aber auch durch Erhitzung Vitamine zerstört werden, ist es sehr wichtig Getreide, Gemüse und Obst täglich in roher Form zu genießen.

Vitalstoffreiche Vollwertprodukte werden vom Körper langsamer aufgenommen und verhindern so ein “Hochschießen” des Blutzuckerspiegels. Die vielfältigen Inhaltsstoffe unterstützen die Verdauung und geben dem Körper wichtige Mineralstoffe und Vitamine.

Die Speisen aus frisch gemahlenem Mehl machen schnell und lange anhaltend satt, was gerade für Diabetiker wichtig ist, um die Schwankungen in der Blutzuckerkurve möglichst gering zu halten. Ausserdem hilft das auch bei der Gewichtsregulierung.

Konkrete Anleitungen im praktischen Teil

Doch was nutzt die Theorie, wenn man nicht weiß, wie man sie im tagtäglichen Leben umsetzen kann?
Deshalb ging es nach dem theoretischen Teil auch in die Küche, wo man dann erfuhr, dass nicht alles Gemüse und Obst geschält werden muss und wie man Brötchen nach Bäckermanier schleift und in Form bringt.

Das Frischkorngericht, das ein guter Start in den Tag ist, wurde ebenso hergestellt, wie Salate aus saisonalem Gemüse.

Brötchen und Brotaufstriche als Alternativen zu Käse und Wurst und ein Hauptgericht durfte nicht fehlen.

Aber auch Knabbern ist mit selbst hergestelltem Knäckebrot erlaubt. Ebenso ab und zu ein Nachtisch mit viel Obst.

Rezepte zum Nachkochen

Trotz anfänglicher Skepsis gefiel den Teilnehmern der kleine Ausflug in die Welt der vitalstoffreichen Vollwertkost sehr gut.

Salate, Hauptgericht, Brötchen, Knäckebrot, Brotaufstriche und der Nachtisch sahen appetitlich und lecker aus, waren schön bunt und schmeckten.

Ein informativer Abend für die Teilnehmer, die mit dem festen Vorsatz nach Hause gingen, das eine oder andere Gericht auch nachzukochen. Da sie die Rezepte alle ausgehändigt bekamen, wird ihnen das auch sicher gelingen.

Weitere Rezepte aus der Welt der vitalstoffreichen Vollwertkosten finden Sie hier:  Rezepte zum Selberkochen

 

Zero Waste – besser leben durch Müllvermeidung

“Zero Waste – besser leben durch Müllvermeidung” war das aktuelle Thema des Gesundheitstreffs EULE im Mehrgenerationenhaus in Kaisersesch.

Mit den stetig wachsenden Müllbergen steigen auch die Entsorgungsprobleme und ständig wird man in Zeitschriften, Fernsehsendungen und -reportagen mit plakativen Fotos damit konfrontiert, ohne jedoch zu erfahren, was man selbst tun kann, um Müll zu vermeiden.

Dabei ist es gar nicht so schwierig Müll zu vermeiden und so einen guten Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Leinenbeutel statt Plastiktüten

Alleine schon immer einen Leinenbeutel, Stofftasche, Kiste oder Korb beim Einkauf zu benutzen schränkt die Lebensqualität nicht ein und ist doch ein wirksames Mittel, viele Plastiktüten zu einzusparen. Diese landen, nur kurz genutzt, doch bestensfalls noch im gelben Sack. Selbstgenähte zuziehbare Beutel aus Gardinenstoff zum Einkauf von frischem Obst, Gemüse oder Brot sind ebenfalls praktisch und helfen.

ToGo, aber mit eigener Ausrüstung

Auch der Trend die Mahlzeiten immer öfters nicht mehr zu Hause einzunehmen und auf dem Weg zur Arbeit sich mit einem Cafe to Go und einem belegten Brötchen zu versorgen ist alles andere als umweltschonend. Diese Becher, nur wenige Minuten in Gebrauch, stellen nämlich ebenfalls ein immer größeres werdendes Umweltproblem dar.

In vielen Filialen gibt es allerdings inzwischen sogar Rabatt auf den Kaffee, wenn man einen eigenen Becher mitbringt. Das sollte man unbedingt nutzen, wenn man schon nicht zu Hause seinen Kaffee aus einer Tasse trinken möchte.

Viel Anklang bei den Teilnehmern des Gesundheitstreffs fand die Idee mit der Besteckrolle, in der man sein Besteck kompakt einpacken und für unterwegs in den Rucksack stecken kann. So kann man auch bei spontaner Einkehr auf einer Festivität, wo oft nur Einwegbesteck angeboten wird, darauf zurückgreifen.

Auch mit einem Metallbecher, vielleicht sogar zusammenfaltbar ist man immer gut gerüstet und muss nicht aus Einwegplastikbechern trinken.

Bee Wraps statt Alu- oder Frischhaltefolie

Eine weitere Idee waren die mit Bienenwachs und Jojobaöl getränkten Baumwolltücher, die Alufolie und Frischhaltefolie zum Abdecken von Speisen unnötig werden lassen. Man kann auch sein  Butterbrot darin einpacken. Die gibt es auch in unterschiedlichen Größen fertig zu kaufen. Aber wenn man sie selbst herstellt, hat man sie in der gewünschten Größe und auch noch im Muster der eigenen Wahl.

Wenn schon Recycling, dann richtig

Wie man seinen Abfall auch richtig der Entsorgung zuführt und das Recycling erleichtert erfuhren die Teilnehmer ebenfalls und alle wissen jetzt, das zerbrochene Trinkgläser oder Fensterscheiben nicht in den Glascontainer gehören. Diese können durch unterschiedliche Schmelztemperaturen das Recycling von Konservengläsern und Flaschen stören bis zu unmöglich machen.

Zero Waste, ein Prozess und ein Ziel. Jeder kann sich auf den Weg machen und jeder kleine Schritt zählt, ist gut und wichtig.

Lesen Sie weitere konkrete Tipps unter “ZeroWaste”

Kräuterwanderung in Monreal

Rund 20 Interessierte folgten der Einladung des Weinbauvereins “Mons Regalis” Monreal zur Kräuterexkursion. Los ging es am Bahnhof, wo zunächst ein paar grundsätzliche Regeln zum Sammeln von Wildkräutern erklärt wurden.

Suchen und Finden

Mit Leinenbeuteln und Messerchen ging es dann los, wo auch direkt Bärlauch entdeckt wurde. Durch leichtes Reiben der Blätter zwischen den Fingern, kann man ihn schnell  und sicher an dem typischen leicht knoblauchartigen Geruch erkennen.

Gartenschreck Giersch, einfach essen.

Auf dem ca. 3 km langen Rundweg gibt es so mancherlei zu entdecken. Allem voran des Gärtners Schreck, den Giersch. Aber in großen Mengen kann man ihn wie Spinat zubereiten und somit in Zukunft im Garten gut im Zaum zu halten.

Breitwegerich kann man für den Salat sammeln, ist zusätzlich aber auf Wanderschaft in den Schuh gelegt, für geplagte Füße eine Wohltat. Auch bei Insektenstichen leistet er gut gewalkt erste Hilfe gegen den Juckreiz.

Überall zu finden ist die Knoblauchsrauke, deren Duft nach Knoblauch noch zarter ist als der beim Bärlauch. Lecker im Salat.

Vitaminreiches “Soldatenkraut”

Eine Augenweide ist der Gundermann, der  wegen seines hohen Vitamin C Gehalts auch Soldatenkraut genannt wird. Als “Gewürz” wurde er für den Salat gesammelt.

Nach kurzer Zeit hatten die Teilnehmer ein Auge für die Wildkräuter entwickelt und fanden selbst die unterschiedlichen Kräuter, an denen sie sonst achtlos vorbeigegangen wären. Das ein oder andere der Wildkräuter kannten die Teilnehmer als “Unkraut” aus dem heimischen Garten. Zukünftig kann das nun einfach in der Küche verwendet werden.

Gesammeltes gleich zubereitet

Es sammelten sich so einige unterschiedliche Kräuter  in den Beuteln, die dann fein gewiegt unter den Salat gemischt wurden. Kräuterbutter und -Quark waren schon vorbereitet worden, damit die Geschmack- und Aromastoffe der Wildkräuter durchziehen konnten.

Der Vormittag klang in gemütlicher Runde bei strahlendem Sonnenschein bei Baguettebrot mit Wildkräuterbutter, Kopfsalat mit den frisch gepflückten Wildkräutern, Kräuterquark und gebratenem Löwenzahn langsam aus.

Hier noch ein Tipp für Selbstsucher:
Der Löwenzahn steht zur Zeit in voller Blüte und so ist jetzt die richtige Gelegenheit sich einen Vorrat bis zur nächsten Ernte an Löwenzahnblütensenf herzustellen. Es kostet zwar ein bisschen Mühe, die gelben Blütenblättchen zu zupfen, aber es lohnt sich. So hat man das ganze Jahr die Blüten konserviert und kann so jedes Salatdressing mit einem besonderen Geschmack versehen und auch im Winter die zarten gelben Blütenblätter genießen.

Frühlingsfit mit Wildkräutern

Die Natur steht weiterhin in den Startlöchern, aber so richtig kann sie sich bei den kalten Nachttemperaturen noch nicht durchsetzen. Deshalb waren die Wildkräuter beim Kochkurs zwar noch ziemlich klein, aber doch schon geschmacklich intensiv.

Lediglich der Bärlauch hat jetzt schon seine Zeit und ist in großer Fülle da.  Deshalb wurde der bei vielen Gerichten eingesetzt,  so dass schnell der feine knoblauchartige Duft durch die Küche zog.

Grüner Abend

Grün war die Farbe des Abends, aber die essbaren Blüten von Veilchen, Schlüsselblumen und Gänseblümchen auf der Rohkostplatte mit Kräuterdip kamen schön bunt daher. Endlich Farbe nach dem tristen, langen, dunklen Winter.

Gänseblümchen gibt es eigentlich den ganzen Sommer über und können so immer für einen Blickfang auf Salaten oder belegten Broten sorgen.

Wildkräuter Wissen

Ein bisschen Wissen rund um die essbaren Wildkräuter gab es auch noch, denn alle habe auch ihre Wirkung auf den Körper.

So erfuhren die Teilnehmer, dass der Löwenzahn umgangssprachlich auch “Bettpisser” genannt wird, und man sich nicht wundern soll, wenn der eine oder andere zusätzliche Toilettengang nötig ist. Durch seine Bitterstoffe unterstützt er die Leber und bringt den Gallenfluss in Schwung, was gerade im Frühling besonders wichtig ist für den Körper. Zum Rohverzehr nimmt man eher die kleinen zarten Blätter. Sobald er blüht, sind die Blätter zu hart und zu bitter, dann sollte man sie nicht mehr essen.

 

 

 

 

 

In größeren Mengen kann man Brennnessel und Giersch verwenden, während die anderen Wildkräuter eher sparsamer dosiert und wie Küchenkräuter als Gewürz eingesetzt werden.

Brennnessel ist ein eisenhaltiges Gemüse und kann wie Spinat zubereitet werden. Die zarten ersten Sprösslinge schmecken jetzt besonders gut.

Fazit des Abends: Mit den frischen Wildkräutern kann man auch einfache Gerichte sehr gut aufpeppen, Abwechslung in den Speiseplan und Schwung bei Leber, Galle und Nieren bringen.

Weitere Informationen zu Wildkräutern in der Küche gibt es in unserem Wissenspaket Wildkräuter

Gesundes “Fast food für Kinder” beim Kochkurs in Ulmen

Hamburger, Pizza, Ketchup & Co kennen und lieben wohl alle Kinder.

Dass man diese Sachen auch aus frisch gemahlenem Getreide, biologischem Gemüse und weiteren frischen Zutaten leicht selbst herstellen kann, ist dann schon eher weniger bekannt.

Und dass dies gar nicht schwer ist, lernten die Kinder beim Kochkurs im Rahmen des Osterferienprogramms der VG Ulmen.

Mit viel Freude und Elan ging es ans Schnippeln von Gemüse, Kneten von Hefeteig und Rühren von leckeren Soßen. So entstanden im Nu für jeden eine Pizza, die selbst belegt natürlich mit den Lieblingszutaten gleich doppelt gut schmeckt.

Damit auch nichts verwechselt wurde, schrieb man die Namen der Kinder kurzerhand aufs Backpapier.

Die Hamburgerbrötchen waren auch bald im Ofen. Da bei einem echten Hamburger natürlich der Ketchup nicht fehlen darf, wurde auch der mit Eifer aus Tomatenmark, Honig und Gewürzen zusammengerührt und gut abgeschmeckt.

Die vegetarischen Paddies aus Getreide, Lauch und Zwiebeln brutzelten gleichzeitig in der Pfanne.

Dass es wichtig ist, vor jeder warmen Mahlzeit noch Rohkost zu essen, erfuhren die Kinder bevor sie sich die Pizza schmecken ließen. In Rohkost sind alle wichtigen Vitamine und Mineralien vorhanden, damit die Verdauung überhaupt funktionieren kann .

Auch die Hamburger setzte sich jedes Kind selbst zusammen, so dass jeder nach Geschmack Salat, Paprika, Tomaten oder Gurke wählen konnte.

Fazit des Tages: gesundes Fast Food schmeckt und macht richtig, richtig satt.

Die süßen Osterhasen aus Hefeteig gingen dann mit nach Hause, denn der nächste Hunger kommt bestimmt…… am Nachmittag.

Wer es selbst Zuhause mit dem gesunden Fast Food versuchen will, der findet hier die Rezepte zum download und nachkochen:

Zwiebelfrikadellen – vegetarische Paddies

Kühlschrankteig – Pizzateig

Dönerfladen – Hamburger Brötchen

Tomatensoße für Pizza

Ketchup