Fit durch den Winter mit einheimischem Gemüse

Der Körper ist im Winter alleine durch die Außentemperaturen und die Dunkelheit mehr belastet als es allgemein vermutet wird. Er benötigt viel Energie, um die Körpertemperatur gleichmäßig hoch zu halten. Das ist wichtig,  um die inneren Organe zu schützen und Krankheiten vorzubeugen.

Wie man den Körper bei dieser Arbeit durch die richtige Auswahl der Speisen unterstützen kann war u.a. auch Thema des Kochabends bei der Familienbildungsstätte in Mayen.

Durch einheimisches Wintergemüse, welches es den ganzen Winter über in sehr guter Qualität zu kaufen gibt, wird der Organismus mit vielen notwendigen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt. Dabei kommen diese Gemüse in neuen Gerichten ganz modern daher. Das hat mit dem oft farblosen Allerlei was man vielleicht aus Kindertagen kennt, nichts mehr gemein.

Durch kurze Garzeiten behalten sie noch Biss und Farbe und noch wichtiger Vitamine und Mineralien bleiben weitestgehend erhalten.

Was oft nicht bekannt ist ist, dass viele Kohlsorten auch sehr gut roh gegessen werden können, wie z.B. Wirsing, Rot-, Weiß-, Blumen- oder Rosenkohl. Mit einem leckeren Dressing versehen, gibt es ganz neue Geschmackserlebnisse, volle Vitamindosis gratis noch dazu.

Auch bei Backwaren werden nicht von ungefähr gerade um die Weihnachtszeit viele wärmende Gewürze eingesetzt. Früher, wo die Menschen noch nicht durch Heizungen oder gute funktionelle Winterkleidung geschützt waren, wusste man noch mehr über die wärmende Wirkung von Zimt, Sternanis, Nelken, Kardamom und Honig.

Dass man diese Gewürze nicht nur zu Gebäck verarbeiten, sondern auch altbekanntes Gemüse als Rohkost wunderbar mit neuem Geschmack versehen kann, konnten die Teilnehmer des Kurses ausprobieren und schmecken.

Zu dieser Jahreszeit durfte ein Tannenbaum-Gebildebrot mit würziger Spinatfüllung natürlich nicht fehlen.

Nach dem gemeinsamen Essen in geselliger Runde wurden zum Abschluss bei frischem Lebkuchen und selbstgemachtem alkoholfreien Punsch noch einige Fragen rund um die Vollwertkost geklärt.

 

Wollen Sie mehr über die vitalstoffreiche Vollwertkost erfahren? Dann haben Sie dazu die Gelegenheit am15.01.2019 beim Kochabend “Vitalstoffreiche Vollwertkost für Einsteiger”. Ebenfalls in der Familienbildungsstätte Mayen, Bäckerstraße 12.

Nähere Informationen erhalten Sie  hier: Kochabend “Vitalstoffreiche Vollwertkost für Einsteiger”.

“Bereit für die Winterzeit”: Goodby Winterblues!

Der Winter ist hierzulande auch als die dunkle Jahreszeit bekannt.

Kein Wunder, sinkt doch die Dauer des hellen Tages auf ca. die Hälfte ab. Und da reden wir noch gar nicht von trübem Wetter, wenn es gefühlt gar nicht richtig hell wird.

Die Folge ist ein deutlicher Lichtmangel.

Vielen Menschen schlägt alleine das fehlende Tageslicht auf das Gemüt. Das ist dann keine ausgeprägte Depression, aber man hat den Winterblues.

Die Lösung ist denkbar einfach und heißt: Mehr Licht!

Tatsächlich zeigen Studien das sehr helle Tageslichtlampen den Winterblues verbessern bis vertreiben können.

Einfach mal ausprobieren und dem Winterblues Goodby sagen.

“Bereit für die Winterzeit”: Was geht im Körper vor?

Trotz aller Technik: beleuchtete Straßen, beheizte Transportmittel, feste, warme Häuser, werden wir immer noch von den Jahreszeiten beeinflusst.

Auch der Winter verändert den Körper bzw. der Körper nimmt Anpassungen an die kalte Jahreszeit vor.

Um die negative Wirkung von Kälte und Nässe zu kompensieren hat der Mensch Schutzmechanismen entwickelt. In vielfältiger Weise reagiert unser Körper auf die Widrigkeiten des Winters und schützt uns vor Krankheit.

Über die natürlichen Schutzmaßnahmen hinaus können wir einiges tun, um besser für den Winter gerüstet zu sein.

Die Industrie hält dafür eine Menge Mittel und Ausrüstung bereit und suggeriert gerne, dass wir ohne nicht auskommen.

Aber man muss sich weder in polartaugliche Kleidung verpacken, noch laufend eincremen oder Unmengen an Vitaminen schlucken. Ganz im Gegenteil, kleine, einfache Dinge sind oft besser. Manche Ideen der Industrie sind sogar letztlich schädlich für den Körper.


Wer selbst die typischen Wintergerichte herstellen will, der hat die Möglichkeit beim Kochkurs “Fit durch den Winter mit einheimischem Gemüse”, am 11. Dezember 2018.

Vortrag “Bereit für die Winterzeit”

Beim Vortrag “Bereit für die Winterzeit” erfuhren die Teilnehmer/innen wie man sich und seinen Körper auf die Winterzeit vorbereiten kann.

Heute verwendet man meist mehr Mühe darauf Garten, Haus und Auto winterfit zu machen. Da bleiben Körper und Seele oft auf der Strecke. Auch weil wir glauben völlig unabhängig vom Einfluss der Jahreszeiten zu sein.

Immerhin gibt es jederzeit (fast) alles zu kaufen und mit beleuchteten Straßen und Häusern, Heizung und warmer Kleidung scheint es so als sei die Wirkungen des Winter gebannt.

In gemütlicher Runde und weihnachtlicher Atmosphäre im Mehrgenerationenhaus in Kaisersesch erkannte man schnell, der Winter hat unseren Körper doch mehr im Griff als wir im Allgemeinen annehmen.

Was der Winter mit uns macht und wie man positiv darauf einwirken kann wurde diskutiert. Dass die traditionelle Verwendung von Weihnachtsgewürzen eine wärmende Rolle spielt wurde interessiert aufgenommen.

An den gereichten Kostproben konnte die Wirkung der Gewürze dann unmittelbar festgestellt werden.

Wiedermal ein informativer und kurzweiliger Vortragsabend.


Wer selbst die typischen Wintergerichte herstellen will, der hat die Möglichkeit beim Kochkurs “Fit durch den Winter mit einheimischem Gemüse”, am 11. Dezember 2018.

Nach der Theorie die Praxis für Diabetiker

Nach umfangreicher Schulung für Diabetiker in den Räumen der Praxis West sollte jetzt das Wissen in der Küchenpraxis umgesetzt werden.

Deshalb trafen sich etliche Kochwillige im Küchenstudio Arens in Mayen, um viel neues zu entdecken, und es nachher tagtäglich auch zu Hause umsetzen zu können.
Zunächst noch skeptisch, aber doch mit sehr großem Interesse waren Salate herzustellen, aus  Gemüse, die jeder sonst nur in gekochter Form kannte.

Denn Ziel ist es immer, mit Aufnahme der Nahrung möglichst viele Nährstoffe wie Vitamine und Mineralien zu sich zu nehmen.
Beim Kochen, Braten und Backen werden die hitzeempfindlichen Vitamine zum großen Teil zerstört. Deshalb ist es wichtig, möglich viel Gemüse in roher Form zu essen.

Daher sollte es neben einem Frischkorngericht auch Hokkaido- und Spinatsalat geben. Außerdem wurden noch Brötchen aus frisch gemahlenem Mehl, Brotaufstrich, ein Hauptgericht aus Gemüse und Kartoffeln und als Nachtisch Pflaumenkuchen hergestellt.

Mit viel Eifer wurde dann geschnippelt und zubereitet, bevor es sich die Teilnehmer in gemütlicher Runde gut schmecken ließen.

Mit großem Erstaunen merkte eine Teilnehmerin, dass der aus Kindertagen verhasste Spinat, den es traditionell immer gekocht mit Salzkartoffeln und Spiegelei gab, in roher Form mit Möhren und leckerem Dressing wunderbar schmecken kann.

Auch der Hokkaido roh, den man oft nur als Kürbissuppe kennt, fand als Salat gemischt mit Möhren, Apfel und Trauben reißenden Absatz.

Alle Teilnehmer gingen gut gesättigt und vielen neuen Erkenntnissen nach Hause.

Ein sehr schöner Abend, der bei genügendem Interesse sicher nochmals stattfinden wird.

Digitalisierung: Trautes Heim, nie mehr allein.

In unserem Vortrag “Die Digitalisierungs-Welle rollt, werden wir überrollt?” beim EULE Gesundheitstreff haben wir einige Aspekte der Digitalisierung aufgezeigt. Hier auf unserem Blog wollen wir diese nun aufnehmen und bereitstellen.

In allen Lebensbereichen

Die Digitalisierung greift auch in unsere unmittelbaren Lebensbereiche ein. So wird das eigene vertraute Heim in vielfältiger Weise Veränderungen erfahren. Im Wesentlichen geht es dabei um die funktionelle Aufrüstung von Alltagsgegenständen. Diese werden mit zusätzlicher Logik ausgestattet, an das Netzwerk angeschlossen und sind damit entsprechend steuerbar.

Man spricht in dem Zusammenhang auch vom Internet der Dinge (Internet of Things). Bis 2020 wird die Zahl der so vernetzten Geräte auf ca. 50 Milliarden weltweit geschätzt. Die Geräte sind dann mit zusätzlichen Möglichkeiten ausgestattet:

  • Der Fernseher ist sprachgesteuert, kennt unsere Sehgewohnheiten und spielt ein individuelles Programm ab. Zusätzlich dient er als Bildschirm für andere Geräte (z.B. Handy).
  • Der Kühlschrank achtet auf seinen Inhalt, warnt vor Verfall und bestellt Lebensmittel nach.
  • Die Waschmaschine bestellt Waschmittel und organisiert einen Termin mit dem Techniker
  • Die Heizung weiß wann wir nach Hause kommen und fährt die Temperatur hoch.
  • Die Haustür informiert uns über Besucher und lässt ggf. den Postboten und die Putzfrau rein auch wenn wir nicht Zuhause sind.

Smartifizierung der Welt.

Diese Fähigkeiten machen unser Heim schlauer, man spricht deshalb vom SmartHome und der Smartifizierung der Welt.

Eine sehr wichtige Eigenschaft ist dabei, dass die Geräte untereinander kommunizieren und Informationen austauschen. Dadurch lässt sich z.B. die Heizung nach unserem Terminkalender oder unserer aktuellen Position (auf dem Heimweg) steuern.

Aber nicht nur wir selbst hätten einen Nutzen vom SmartHome, auch der Postbote profitiert davon wenn er sein Paket abliefern kann, ohne dass wir Zuhause sind. Interessant sind diese Möglichkeiten auch für Energieversorger

Bis 2025 sollen alle Stromzähler gegen SmartMeter ausgetauscht werden. SmartMeter sollen die Steuerung von Stromverbrauchern im Haushalt erlauben.

So soll der Stromverbrauch mit der schwieriger planbaren Erzeugung durch erneuerbare Energieträger angepasst werden. Die Waschmaschine läuft dann wenn gerade viel Strom zur Verfügung steht. Das Elektroauto kann als Pufferspeicher dienen und Strom abgeben wenn es nicht gebraucht wird.

Sicheres und komfortables Heim

Die Möglichkeiten der Interaktion mit den Geräten via Sprachsteuerung bringt viele Vorteile u.a. auch für behinderte Menschen.

Auch eine Überwachung der Vitalfuktionen wären denkbar, so dass im Notfall Hilfe automatisch verständigt werden kann. Einschließlich Audio- und Videoansprache der betroffenen Person, Abschaltung von Herd und anderen Geräten sowie öffnen der Tür für den Rettungsdienst.

Das smartifizierte traute Heim wird zum Mitbewohner und Helfer, der uns immer zur Verfügung steht und nicht mehr alleine lässt.

Dörren oder Trocknen eine vergessene Tradition

Früher war es eigentlich ganz normal, dass im Herbst auf langen Schnüren aufgefädeltes Obst rund um den warmen Ofen oder an geschützten Stellen zum Trocknen aufgehangen war. So konnte man völlig energiefrei Obst, Gemüse ( meist Zwiebeln aus dem eigenen Garten ) oder auch Pilze für die kalte Jahreszeit konservieren.

So haltbar gemachtes Obst war eine süße und willkommene Köstlichkeit in den kargen Wintermonaten und das getrocknete Gemüse hat so manches Gericht nochmal aufgewertet.

Trocknen in Rohkostqualität

Die heute so oft gepriesene Rohkostqualität, d.h. Lebensmittel dürfen nicht über 42° erhitzt sein, war damit sogar gegeben,  und um weitere Zusatzstoffe brauchte man sich auch keine Gedanken zu machen. Sollte man allerdings nicht genau darauf geachtet haben, dass die Trockenfrüchte auch ausreichend durchgetrocknet waren, hatten Schimmelpilze leichtes Spiel.

Zusatzstoffe in Handelsware

Wie vermeintlich einfach ist dagegen heute der Griff ins Regal im Supermarkt, wo es getrocknete Früchte in Hülle und Fülle gibt, von einheimisch bis exotisch. Doch die Liste der Zusatzstoffe ist lang.
Schwefeldioxid dürfte mit zu den bekanntesten  Mitteln gehören, während Natriumsulfit, Natriumhydrogensulfit, Natriummetabisulfit, Kaliummetabisulfit, Calciumsulfit, Calciumhydrogensulfit, Kaliumbisulfit dann eher weniger geläufige Namen für die Konservierung von Trockenfrüchten sind. Sorbinsäure, Kaliumsorbat und Calciumsorbat werden eingesetzt, damit die Früchte ihre ursprüngliche Farbe behalten.

Das sind alles Mittel, die wir mit verzehren.

Während das Nervengas Methylbromid womit die Früchte kurz vor der endgültigen Verpackung gegen den Befall von  Schädlinge, wie z. B. Milben und Motten bzw. deren Eier abzutöten begast werden, sich verflüchtigen soll. Doch leider finden sich trotzdem immer wieder Rückstände in der Nahrung.

Besser Bioprodukte oder selbst trocknen

Bei Bioprodukten sind solche Zusatzstoffe nicht erlaubt, was man besonders bei Aprikosen und Äpfeln an der dunkleren Farbe erkennen kann. Auf jeden Fall sollte man die Angaben auf den Verpackungen genau ansehen und im Zweifel am besten selber trocknen.

Ich hielt es also an der Zeit, diese alte Tradition der Haltbarmachung von Früchten durch Trocknen wieder aufleben zu lassen. Die diesjährige reiche Ernte war natürlich ideal, so dass ich einen stattlichen Vorrat anlegen konnte. Wir verwenden gerne Trockenfrüchte  vor allem für die selbst gemachten Müsliriegel ( es kann neben Rosinen jedes andere Trockenobst nach Geschmack verwendet werden ) oder mal so zwischendurch.

Ich habe einen Dörrapparat, den es in verschiedenen Größen und Preislagen gibt. Dadurch ist es möglich auch größere Mengen gleichzeitig zu trocknen. Aber auffädeln geht natürlich auch, dauert nur dann noch etwas länger.

Arbeit lohnt sich

Das Vorbereiten des Obstes macht zwar etwas Mühe, die aber durch die Sicherheit, getrocknete Früchte in Rohkostqualität ohne Konservierungs- und Zusatzstoffe möglicherweise aus regionalem Anbau zu haben, belohnt wird.
Sind die Trockenbleche erst mal bestückt, hat man keine Arbeit mehr damit und muss nur noch kontrollieren, wann das Obst fertig ist und dann verpacken. Damit ich nicht eventuell größere Mengen wegwerfen muss, falls doch mal ein Stückchen verschimmelt, packe ich sie immer in kleine Gläschen. Das sind dann so ca. 60 gr. Bisher musste ich allerdings noch nie was entsorgen. Der Vorrat steht bei mir kühl und wird so nach und nach verbraucht.

Ich denke es reicht bis zur nächsten Ernte.

Digitalisierung: Interessiertes Publikum, anregende Diskussion

Ein zwar kleines, aber sehr interessiertes Publikum informierte sich bei unserem Vortrag “Die Digitalisierungs-Welle rollt, werden wir überrollt?” über die Digitale Transformation.

Schnell wurde klar, dass alle Lebensbereich von der Entwicklung betroffen sind. Die Basis für die Digitalisierung stellen das überall verfügbare schnelle Datennetz und die leistungsfähigen Smartphone-Endgeräte dar.

An konkreten Beispielen wurde der aktuelle Stand der Entwicklung aufgezeigt und die zukünftigen Möglichkeiten abgeschätzt. Bei einigen Themen entstand eine rege Diskussion, z.B. darum, wie die Digitalsierung unsere Work-Life-Balance beeinflusst.

Erstaunt wurde zur Kenntnis genommen, dass manche Branchen (z.B. die Banken) die Digitale Transformation fast verschlafen haben und jetzt massiven Veränderungen ausgesetzt sind, die ihre Existenz bedrohen.

Aber auch viele positive Effekte konnten aufgezeigt werden. So könnte autonomes Fahren das Parkplatzproblem in den Innenstädten ebenso lösen wie die Frage “Wer fährt denn heute Abend?”.

Auch das Thema SmartHome mit den vielfältigen Aspekten der Automatisierung und Digitalisierung des eigenen Zuhauses wurde mit Interesse aufgenommen. Der ein oder andere hat bereits netzwerkfähige Geräte Zuhause und konnte davon berichten.

Auch rund um Gesundheit und Fitness verändert sich einiges durch die Digitalisierung. Die von Fitness-Trackern gesammelten Daten lassen sich nicht nur zur Motivation sondern auch für Prävention und Analyse verwenden. Vielleicht wird der Arzt bald zuerst mit dem Tracker “reden” und dann erst die Untersuchung starten.

Der spannende Abend wurde mit einer lockeren Diskussionsrunde und leckeren Kostproben von Vollwertbrötchen und Hokkaido Salat beendet.

Der nächste Vortrag mit einem ganz anderen Thema findet am 26. November 2018 um 19:30 wieder im Mehrgenerationenhaus in Kaisersesch statt. Unter dem Titel “Bereit für die Winterzeit” beschäftigen wir uns mit sinnvollen, angenehmen und kulinarischen Vorbereitungen für den Winter.

Mein 365-Tage-Lauf

Wer den Blog verfolgt oder mich kennt weiß, dass ich nun mal eine Läuferin bin. Als solche liest man dann auch mal von Streakrunnern, die eine unfassbare Anzahl von Tagen im Streak laufen.

Streakrunner sind Täglich-Läufer

Streakrunner sind Läufer, ins Deutsche übersetzt, die täglich Laufen. Die einzige Regel lautet nämlich: täglich mindestens 1,6 km ( 1 Meile ) an einem Stück ohne Hilfsmittel zu laufen und das möglichst viele Tage ununterbrochen hintereinander. Ort, Tageszeit, Tempo, alleine oder in der Gruppe, ist völlig egal, nur 1,6 km sollten es mindestens sein.

Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung beschlossen mein Mann und ich, das auch mal zu versuchen und dann sehen, wie weit wir kommen. Start war der 01.09.2017. Von nun an wollten wir mindestens mal 4 Wochen täglich Laufen und sehen, ob uns das gefällt und was das mit uns macht.

Wenn ich dann heute am 31.08.2018 schreibe, ist klar, wir sind nach 4 Wochen einfach jeden Tag weiter gelaufen und sind jetzt begeistert davon, dass wir es tatsächlich ein ganzes Jahr geschafft haben jeden Tag zu laufen.

Portion Durchhaltevermögen

Dass dazu eine gehörige Portion Durchhaltevermögen von Nöten ist und es nicht immer einfach war sollte jedem klar sein. Denn ein Pausentag wäre gleichbedeutend damit gewesen, dass der Streak von Neuem beginnen würde, sofern man denn dann noch weitermachen wollte.

So liefen wir an Weihnachten, Silvester und anderen Feiertagen, nach Wettkämpfen, nach einem Sturz in der Morgendunkelheit, an Tagen mit ärztlichen Untersuchungen, an Geburtstagen, an An- oder Abreisetagen vom Urlaub, bei Eis und Schnee, bei Hitze, in der Dunkelheit und bei Regen.

Ja täglich Laufen ist für uns eine Gewohnheit geworden, wie Zähneputzen und Mahlzeiten einnehmen. Es fehlt mir tatsächlich was, wenn ich morgens nicht meine Runde drehen kann.

Laufen wie es mir gefällt

Was ich erkannt habe ist, dass es mir gut gefällt, ohne irgendwelche sonstigen Regeln einfach nach Lust und Laune mal schnell, man langsam, mal kurz oder länger zu laufen. Intervall- oder Tempotraining liegen mir nicht so, weiß ich jetzt. Trotzdem habe ich in diesem Jahr neue Bestzeiten bei den Starts beim Halbmarathon und Marathon aufgestellt und bin mit viel Freude ins Ziel gelaufen.

Was habe ich noch gelernt?  Ich habe Durchhaltevermögen, das habe ich jetzt bewiesen, was sich auch auf andere Lebensbereiche auswirkt. Ich gebe einfach nicht mehr so schnell auf, wenn mir Dinge nicht auf Anhieb gelingen.

Von Verletzungen und Krankheiten bin ich verschont geblieben, vielleicht auch deshalb, weil ich so nach Gefühl lief, je nachdem wie es mir an dem Tag ging und mich damit nicht überforderte. Muskelkater kenne ich vom Laufen jedenfalls auch nicht mehr.

365 Tage am Stück

Ich bin jetzt 365 Tage am Stück jeden Tag gelaufen, habe dabei 2287 km zurückgelegt, was einem Durchschnitt von 6,3 km /pro Tag entspricht. Wow, einmal Spanien und zurück. Hätte ich am 01.09.2017 auch nicht gedacht, dass ich so weit komme.

Wie es weitergeht? Mal sehen……. Morgen gehe ich jedenfalls erst Mal wieder Laufen…….

 

Unverpackt einkaufen

Bei jedem Einkauf, ob Lebensmittel, Dekoelemente, Möbel, Elektrogeräte, oder, oder, oder trägt man unfreiwillig jede Menge Verpackungsmüll mit nach Hause. Diese Verpackungen dienen unterschiedlichen Zwecken, der Hygiene, zum Schutz der Ware vor Staub, Nässe, Bruch, der eindeutigen Portionierung aber auch zu Werbezwecken. Wie oft wurden wir schon mit hübschen Verpackungen zum Kauf verführt.

Alles verpackt

Doch erschreckende Bilder von Müllhalden und Plastikmüll in Meeren bringen so manchen Verbraucher zum Umdenken.

Selbst Einkaufstaschen zum Einkauf mitzubringen statt jedes Mal eine neue Plastiktüte für den kurzen Gebrauch zu kaufen ist für viele Leute inzwischen eine Gewohnheit geworden.

Das ist schon ein Schritt in die richtige Richtung, aber  trotzdem ist fast alles was man in diese Einkaufstüten mit nach Hause nimmt, verpackt.

Ob Nudeln, Hülsenfrüchte, Frühstücksflocken, Fertiggerichte, Haarshampoo, Hygieneartikel, etc. alles ist hygienisch einwandfrei und lange lagerfähig in Plastik gehüllt. Lediglich Obst und Gemüse bekommt man zum Teil heute unverpackt auch im Supermarkt.

Trotz besten Absichten füllen sich die Abfallsäcke mit Verpackungsmaterial zusehens, die dann bestenfalls dem Recycling zugeführt werden. Doch das alleine reicht nicht aus, Vermeidung ist das Zauberwort.

Unverpackt Läden

Mittlerweile gibt es immer mehr “Unverpackt Läden” in größeren Städten, in denen man viele Artikel völlig verpackungsfrei einkaufen kann.

Ich hatte jetzt die Möglichkeit zu einem solchen Einkauf im “Unverpackt Lübeck”, Fleischhauerstr. 38.  Ein völlig neues Einkaufsgefühl, ist man doch darauf konditioniert, einfach so ins Regal zu greifen und sich den Wagen voll zu laden mit den Dingen die man benötigt.

Vorbereitet Einkaufen

Ein bisschen der Vorbereitung bedarf es denn schon. Man kann nicht einfach spontan nur mit einem Geldbeutel bewaffnet in den Laden. Selbstverständlich kann man dort auch Mehrwegverpackungen erwerben, aber das ist ja eigentlich nicht der Sinn der Sache. Also sollte man zumindest mal kleinere Stoffbeutel oder Behälter (z.B. wiederverwendete Schraubdeckelgläser) dabei haben, in die man die Sachen füllen kann.

Mein Stoffbeutel wurde gewogen und ich füllte mein Getreide ab. Das nächste Problem, ich hatte überhaupt kein Gefühl, für das Gewicht, was ich jetzt schon eingekauft hatte. Wer jahrelang nur schon portionierte Mengen aus dem Regal gezogen hat, verlernt diese Fähigkeit. Aber ich denke, das Gefühl stellt sich mit der Zeit wieder ein.

Individuelle Mengen

Es hat natürlich auch Vorteile. Man kann sich jede beliebige Mengen abwiegen, auch kleine Probierportionen. So kann man erst mal testen und hat nicht direkt schon wieder eine große Tüte, die man nicht mehr verwenden kann, oder für Zutaten, die man nur für ein bestimmtes Rezept benötigt.

Ich z.B. möchte mal Zahnputztabletten ausprobieren. Also habe ich nur 15 Stück gekauft und musste nicht direkt 500 Stück nehmen.

Reichhaltiges Angebot

Die Läden haben unterschiedliche Konzepte. Überwiegend Trockenware wie Nudeln, Nüsse, Hülsenfrüchte, Getreide, Kaffee,  Müsli, Fertigmischungen für Bratlinge, werden unverpackt angeboten. Aber auch Öle, Essig zum Abfüllen in Flaschen, Waschmittel, Gewürze gibt es. Dazu Behälter oder Stoffbeutel zum Kaufen, oder auch andere nützliche Dinge, die helfen im Haushalt Müll zu vermeiden. Manchmal ist so ein Unverpackt-Laden mit einem Cafe kombiniert, in dem der Cafe-ToGo ausschließlich im eigenen Becher verkauft wird.

Kein Vollsortiment

Zur Zeit ist ein solcher Laden für den kompletten Einkauf sicher noch nicht geeignet. Aber ein Anfang ist gemacht und ich hoffe, diese Läden, die oft mit viel Engagement der Inhaber betrieben werden, setzen sich durch und werden angenommen.

Es muss ein Umdenken auch bei den Käufern erfolgen, hat man sich doch an den schnellen Einkauf mit vorgefertigten Mengen und den einfachen Preisvergleich gewöhnt. Außerdem kann man nicht spontan einkaufen, sondern muss sich vorbereiten und geeignete Behälter mitnehmen, die man eventuell auch beschriften kann und sich auch überlegen, wie viel man überhaupt benötigt.

Ein Prozess, aber jeder Schritt ist wichtig und jede Verpackung, die gespart wurde ist ein Gewinn.