Bleib gesund – Tipps die helfen: “Beweglichkeit”

Junge Wirbelsäule

Schon die alten Chinesen wussten es: “Wir sind so jung, wie unsere Wirbelsäule geschmeidig ist”.
Dass da wirklich was dran ist, merken wir spätestens nach einer langen Autofahrt oder einer anderen Arbeit, die uns den ganzen Tag zum Sitzen zwingt. Sobald wir aufgestanden sind, uns gereckt und gestreckt haben, geht es direkt schon wieder viel besser.
Dadurch bekommen wir schon einen kurzen Einblick was Unbeweglichkeit bedeutet.

Beweglich bis ins hohe Alter

“Wer rastet der rostet” hat leider auch heute noch Gültigkeit, ja gewinnt immer mehr an Bedeutung. Beweglich bis ins hohe Alter zu bleiben bedeutet ein hohes Maß an Selbstständigkeit zu erhalten. Tatsächlich ist die Unbeweglichkeit bei alten Menschen der Hauptfaktor wenn es darum geht, ob externe Pflege notwendig ist oder nicht. Das ist aber den wenigsten Menschen bewusst.
Zunächst werden die ersten Einschränkungen, schlecht bücken können, verminderte Reichweite beim Umdrehen usw., noch so hingenommen. Nach und nach stellen sie aber erhebliche Erschwernisse im täglichen Leben dar, bis hin zur echten Behinderung.
Wie bei den meisten körperlichen Entwicklungen geht das alles nicht von jetzt auf gleich, sondern ist ein schleichender Prozess. Und die Erhaltung bzw. Wiederherstellung der Beweglichkeit ist ebenfalls nicht sofort erhältlich.

Früh beginnen

Deshalb heißt es früh genug damit zu beginnen, dass man beweglich bleibt bzw. wieder wird. Das ist in jedem Alter möglich. Eine Gummipuppe wird man sicher nicht mehr werden, aber mit gezielten sanften Dehnübungen ist da noch vieles drin.
Dabei heißt es natürlich auch wieder, achtsam mit sich umgehen und langsam beginnen und sich auch an kleinen Erfolgen freuen. Das richtige Maß zu finden, um einen Effekt zu erzielen und sich trotzdem nicht zu überfordern, ist da wichtig.

Dran bleiben

Und wie gesagt, das ist ein Langzeitprojekt. Man darf sich nicht davon abschrecken lassen, dass sich Erfolge nur langsam einstellen. Wichtig ist das regelmäßige Üben, denn dann wirken sich auch kleine Effekte langfristig bedeutend aus.

Jetzt anfangen

Zahlreiche Hilfen bieten zur Zeit Online Kurse. Ob Rückenfit oder Yoga, da dürfte für jeden etwas dabei sein. Sobald es wieder möglich ist, gibt es im örtlichen Sportverein mit Sicherheit gute Kurse, wo man auch auf Gleichgesinnte trifft. Da macht dann das Üben noch mehr Spaß und die Verbindlichkeit ist durch den festen Termin eher gegeben.

Aber darauf sollte man nicht warten, sondern jetzt sofort starten!

Wichtig ist dabei sich nicht mit anderen messen, sondern sich in den eigenen Möglichkeiten verbessern und aktiv bleiben.

Bleib gesund – Tipps die helfen: “Bye, bye Lockdown.”

Stimmungstöter Lockdown

Wir sind jetzt schon so lange immer wieder im Teil-, Light-, Hartem- und Voll-Lockdown das dies einem auf’s Gemüt schlagen kann und vielleicht sogar muss.
Dabei ist es erstaunlich wie schnell man sich eingesperrt fühlt wenn man nicht mehr raus darf bzw. soll. Da fällt einem ganz ganz schnell die Decke auf den Kopf. Das ist dann auch kein Spaß mehr und kann zu negativen Stimmungslagen bis hin zu schwerwiegenden Störungen führen. Und das kann jeden mehr oder weniger treffen.
Es macht also Sinn proaktiv dagegen anzugehen und zwar vorsätzlich und regelmäßig.

Freiheit fühlen

Eine einfache Maßnahme ist der tägliche Spaziergang. Auch wenn man nicht gleich lange Strecken wandert, ein paar Schritte auf den Balkon, vor die Haustür oder eine Runde im Garten ist für jeden möglich.
Wichtig ist das der Körper das Draußen erlebt, d.h. Sonne, Wind und Kälte spürt. Schon eine Viertelstunde bringt dem Körper ein gutes Freiheitsgefühl und baut den Stress ab.
Viel, hilft viel und bringt mehr.
Wer länger Zeit hat, der sollte das auch nutzen. Eine längere Wanderung stärkt die Ausdauer und das Herz-Kreislauf-System und trainiert die Lunge, was aktuell sehr wichtig ist. Wer die Motivation aufbringt sich sogar sportlich draußen zu betätigen, der hält nicht nur den Status quo, sondern verbessert seine Gesundheit und Leistungsfähigkeit aktiv. Einfach ein Stück laufen Laufen wäre schon Klasse. Oder man macht ein kleines Crossfit-Programm und bezieht so den ganzen Körper ein.

Durchlüftung ist Minimalforderung

Wer gar nicht raus gehen kann, der sollte regelmäßig gut durchlüften und die frische Luft am offenen Fenster bewusst einatmen. Das ist zwar deutlich weniger effektiv als raus zu gehen, aber viel besser als im miefigen Zimmer zu sitzen. Vielleicht holen wir auch die früher üblichen Freiübungen aus der Mottenkiste, denn die haben schon unseren Vorfahren gute Dienste geleistet. Kniebeugen & Co. kann man sehr gut am offenen Fenster machen und verbessert durch diese körperliche Aktivität die Sauerstoffaufnahme.

Ausreden zählen nicht.

Übrigens gilt das alles auch bei Regenwetter, dann spürt man sogar den Unterschied noch deutlicher und bekämpft den Lagerkoller noch effektiver. Deshalb zählen Ausreden egal welcher Art ( und da sind wir Menschen kreativ ) nicht. Jeder, egal in welchem Alter, kann irgendetwas draußen tun.

Wir sind als Konsumenten aufgewachsen und erzogen worden und deshalb tun wir uns schwer mit der Eigeninitiative. Aber jeder ist für seinen Körper und seine Gesundheit selbst verantwortlich und sollte entsprechend handeln, denn er muss hoffentlich noch lange damit leben.

Also raus mit Euch!

Gesundheitstreff zum Thema “Heilkraft der Bewegung”

Der nächste Vortrag des Gesundheitstreffs EULE am 18. Juni 2018 widmet sich dem Thema “Heilkraft der Bewegung”.

Der  Mensch ist für die Bewegung geschaffen.

Denn eine sehr lange Zeit der Menschheitsgeschichte zog der Mensch in Gruppen umher und legte weite Strecken zurück. Darauf ist unser Körper ausgelegt. Viele Anpassungen (z.B. das Schwitzen ) dienen der Ausdauerfähigkeit, um den Körper zu kühlen, damit er eben länger die erforderliche Leistung bringen konnte.

Diese Ausdauerfähigkeit ist beim Menschen von allen Lebewesen am besten ausgeprägt. Das war insbesondere bei der Jagd relevant, denn nur so war es möglich die Beute so lange zu hetzen, bis diese überhitzt und erschöpft leichter erlegt werden konnte. Aber auch beim Sammeln von Beeren und Kräutern oder beim Suchen von Wasserstellen oder geeigneten Lagerplätzen wurden oft weite Strecken zurückgelegt.

Dabei brauchte der Mensch zum einen die Ausdauer und zum anderen aber auch die Fähigkeit bei Verletzungen auch in der Bewegung zu heilen, denn wer nicht mithalten konnte, der war dem Tod geweiht.

Die wenigen Jahre der Zivilisation haben den über einige Millionen Jahre geformten Körper und auch die biochemischen und biomechanischen Grundfunktionen nicht wirklich ändern können.

Unser Körper funktioniert also am besten, wenn er sich bewegt.

Aber wie sieht der heutige Alltag meist aus?

Schon im Kindergarten sitzen die Kinder beim Spielen an ihren Tischen und haben lediglich kurze Sportstunden und gehen nur wenig raus auf den Spielplatz. Oft genug werden sie schon mit dem Bus oder von den Eltern im Auto hingefahren.
In der Schule sitzen sie bis auf die kurzen Pausen ebenfalls die ganze Zeit. Die Nachmittage sind geprägt von Terminen, wo sie bestenfalls zum Vereinssport gefahren werden oder sowieso am Computer oder Fernsehen sitzen. Zeit für freies Spielen draußen, wo man auch ohne Ergotherapie oder gut konzipierte Sportstunden grob- und feinmotorische Fähigkeiten durch springen, hüpfen, Ball fangen, klettern, laufen oder Sandburgen bauen ganz so nebenbei erwirbt, oft Fehlanzeige. Wer von den Kindern heute kennt denn noch das gute alte Hickhäuschen, Gummitwist oder Kinder- und Abzählreime?

Und wem in der Kindheit Bewegung nicht vertraut gemacht wird, tut sich auch als Erwachsener schwer. Es wird weiter gesessen, im Auto, im Büro, beim Geschäftsessen, beim Fernsehen, vor dem PC……….

Der Mensch ist im wahrsten Sinne des Wortes sesshaft geworden.

Dabei ließen sich viele Krankheiten verhindern bzw. deutlich lindern, wenn sich mehr bewegt würde. So lange einen keine schwere Erkrankung mit hohem Fieber u.ä. ans Bett fesselt, sollte man täglich einen Spaziergang machen.

Doch wie viel sollte man sich bewegen, um einen gesundheitlichen Nutzen erzielen zu können?

Die Einschätzung, ob man sich genug bewegt ist schwierig. Deshalb wird es an dem Abend Anregungen geben, wie man sich selbst testen kann und welche Möglichkeiten man hat, mehr Bewegung in seinen Alltag zu integrieren.

Weitere Informationen erhalten Sie hier: Veranstaltung “Heilkraft der Bewegung”

Wie immer werden Kostproben der vitalstoffreichen Vollwertkost angeboten.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Resilienz -Teil 2-

“Die 5 Eigenschaften der Resilienz”, aus dem Vortrag von Dipl. Psychologe Hassan El Khomri beim 35. Gesundheitstreff 

Nach der allgemeinen Einführung zum Begriff Resilienz ( Siehe Teil 1 ) erläuterte Dipl. Psychologe Hassan El Khomri beim 35.Gesundheitstreff die 5 Eigenschaften der Resilienz.

1. Positive Selbstwahrnehmung

Im Alltag konzentrieren wir uns oft auf das Negative und lassen das überwiegend Positive außer acht. Dieses Verhalten ist erlernt, d.h. nicht genetisch vorbestimmt, sondern über die Erziehung und Erfahrungen antrainiert. Insgesamt ist unsere Gesellschaft in dieser Hinsicht geprägt, denn Gutes ist selten eine Nachricht, Katastrophen jedoch immer.

Es gilt sich bewusst zu machen, dass tatsächlich sehr oft das Positive deutlich überwiegt und das Negative meist überbewertet ist. Resiliente Menschen sind in der Lage diesen Zusammenhang zu erkennen und zu nutzen.

2. Hohe Selbstwirksamkeit

Hohe Selbstwirksamkeit ist die Überzeugung auch schwierige Situationen aus eigener Kraft bewältigen zu können. Es ist das Gefühl die Situation unter Kontrolle und immer einen Spielraum zu haben, etwas zu verändern.

Wirklich ausweglose Situationen gibt es eher selten, durch ruhiges Nachdenken ergeben sich meist gute Lösungen. Im Zweifel kann externer Rat helfen diese zu finden.

3. Selbststeuerung / Selbstkontrolle

Es geht um die Beherrschung der eigenen Handlungen und Äußerungen. Dazu gehört verlässlich zu seinen Aussagen zu stehen. Damit einher geht das Thema Beharrlichkeit und Ausdauer. Wenn ich mir etwas vorgenommen habe, dann halte ich mich auch daran. In Studien konnte nachgewiesen werden das Selbstkontrolle, Gewissenhaftigkeit und Ausdauer mit späteren Merkmalen Gesundheit, Wohlstand und Zufriedenheit zusammenhängen.

Hassan El Khomri nennt das Beispiel Sport: “Jeder weiß, dass es gut wäre Sport zu treiben. Die diejenigen die es aufgrund ihrer Selbstkontrolle schaffen, erlangen dann auch den gesundheitlichen Vorteil.”

4. Selbstregulation / Selbstberuhigung

Selbstregulation ist die Fähigkeit die eigenen Gefühle zu kontrollieren und zu steuern. Ganz und gar nicht geht es darum Gefühle zu unterdrücken, sondern Gefühle zuzulassen, zu erleben, aber auch selbst zu regulieren. Resiliente Menschen lassen sich nicht von ihren Gefühlen überwältigen und sind in der Lage zur Selbstberuhigung.

5. Sozial kompetent unterwegs sein

Es gilt soziale Situationen richtig einzuschätzen und angemessen darauf zu reagieren. Mit dem Leben in der Gruppe zurecht zu kommen. Dazu gehört die Gefühle der Mitmenschen wahr zu nehmen und darauf einzugehen. Eine sichere Beziehung zu Eltern und Partnern ist wichtig für die Sozialkompetenz und schützt aktiv vor psychischen Krankheiten.

Alle Resilienz-Eigenschaften sind im Alltag trainierbar. Resilienz ist erlebbar / erlernbar ein Ergebnis der Erziehung und Erfahrung. Hassan EL Khomri sagt “Menschen sind dafür nie zu alt, denn die Lernfähigkeit hält bis zum letzten Atemzug an.”. “Resilient werden heißt: Lernen sich selbst zu sein!”

Welche Lernmethoden und -maßnahmen Hassan EL Khomri uns mit auf den Weg gegeben hat, lesen Sie in Teil 3 (nächste Woche auf diesem Blog) des Berichts.

Hier geht es zu Teil 1: Resilienz -Teil 1-