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EULE-Treff: Altes Wissen – aktueller denn je

September 16 @ 19:30 - 21:00

5,00€

Zu Großmutterszeiten wurden Wissen und handwerkliche Fähigkeiten von Generation zu Generation weitergegeben und blieben so lebendig.

Not macht erfinderisch heißt ein altes Sprichwort. Besonders die Hausfrau war gefragt, um trotz knappem Heizmaterial und wenigen Zutaten aus dem Garten schmackhafte, sättigende, warme Speisen zuzubereiten. Der Herbst stand dann ganz im Zeichen der Winterbevorratung. Da hieß es Einkochen, Fermentieren und Trocknen.

Lange Winterabende wurden dazu genutzt Kleidung zu reparieren oder so zu ändern, um weiter getragen werden zu können und wurden von Kind zu Kind vererbt. Die Stoffe waren wertvoll und teuer.  Wenn gar nichts mehr ging, dienten sie zumindest noch als Putz- oder Spüllappen. Auch Pullover und Strümpfe wurden strickt und die Fertigkeit des Strickens an die Kinder weitergegeben.

Bei  kleinen Unpässlichkeiten konnte man sich  mit dem Wissen um die Heilkraft der Kräuter, Wickel und Auflagen leicht Linderung verschaffen.

Doch in den Wirtschaftswunderzeiten setzte man mehr und mehr auf elektrische Helfer in der Küche. Backöfen, Herde, Kühlschränke und Tiefkühlschränke erleichterten die Bevorratung und Herstellung von Lebensmitteln und Mahlzeiten enorm.  Nicht  zuletzt auch die ständige Verfügbarkeit aller Lebensmittel als Konserve  im Supermarkt führen dazu, dass das Wissen um die Kunst des Einkochens, der Fermentierung und des Trocknens mehr und mehr in Vergessenheit gerät.

Konsum und “ex und hopp” waren lange Zeichen der Zeit. Plastikteller, -besteck und -becher sind normal und führen mit dem Cafe-ToGo-Becher und Fast-Food-Verpackungen zu großen Umweltproblemen.

Doch der Trend scheint sich umzukehren. Immer mehr Unverpackt-Läden öffnen ihre Türen, Supermärkte verbieten Plastiktüten, Einkaufsnetze werden wieder modern und die ersten Ideen, auch Fleischwaren in mitgebrachte Behälter zu füllen, die hygienische einwandfrei sind, sind schon umgesetzt.

Nachhaltigkeit ist das Gebot der Zeit und dabei können wir von der Großmutter lernen. Sie ging mit dem Netz einzelne Lebensmittel kaufen, packte so viele Eier in Zeitungspapier wie sie brauchte und musste nicht eine 6-er Packung oder gar 10 Stück auf einmal kaufen. Sie füllte die Milch in ihre Kanne und setzte im Herbst Sauerkraut an, was ohne weitere Energie zufuhr im Keller reifte und im Winter zur Verfügung stand.

Sie wusste noch wie man Flecken aus der Kleidung bekam und Löcher stopfte.

Lassen Sie uns von unseren Großmüttern lernen, denn deren Wissen hat uns heute mehr zu bieten als wir glauben.

Details

Datum:
September 16
Zeit:
19:30 - 21:00
Eintritt:
5,00€

Veranstaltungsort

Mehrgenerationenhaus Kaisersesch
Bahnhofstr. 47
Kaisersesch, Deutschland