Digitalisierung: Interessiertes Publikum, anregende Diskussion

Ein zwar kleines, aber sehr interessiertes Publikum informierte sich bei unserem Vortrag “Die Digitalisierungs-Welle rollt, werden wir überrollt?” über die Digitale Transformation.

Schnell wurde klar, dass alle Lebensbereich von der Entwicklung betroffen sind. Die Basis für die Digitalisierung stellen das überall verfügbare schnelle Datennetz und die leistungsfähigen Smartphone-Endgeräte dar.

An konkreten Beispielen wurde der aktuelle Stand der Entwicklung aufgezeigt und die zukünftigen Möglichkeiten abgeschätzt. Bei einigen Themen entstand eine rege Diskussion, z.B. darum, wie die Digitalsierung unsere Work-Life-Balance beeinflusst.

Erstaunt wurde zur Kenntnis genommen, dass manche Branchen (z.B. die Banken) die Digitale Transformation fast verschlafen haben und jetzt massiven Veränderungen ausgesetzt sind, die ihre Existenz bedrohen.

Aber auch viele positive Effekte konnten aufgezeigt werden. So könnte autonomes Fahren das Parkplatzproblem in den Innenstädten ebenso lösen wie die Frage “Wer fährt denn heute Abend?”.

Auch das Thema SmartHome mit den vielfältigen Aspekten der Automatisierung und Digitalisierung des eigenen Zuhauses wurde mit Interesse aufgenommen. Der ein oder andere hat bereits netzwerkfähige Geräte Zuhause und konnte davon berichten.

Auch rund um Gesundheit und Fitness verändert sich einiges durch die Digitalisierung. Die von Fitness-Trackern gesammelten Daten lassen sich nicht nur zur Motivation sondern auch für Prävention und Analyse verwenden. Vielleicht wird der Arzt bald zuerst mit dem Tracker “reden” und dann erst die Untersuchung starten.

Der spannende Abend wurde mit einer lockeren Diskussionsrunde und leckeren Kostproben von Vollwertbrötchen und Hokkaido Salat beendet.

Der nächste Vortrag mit einem ganz anderen Thema findet am 26. November 2018 um 19:30 wieder im Mehrgenerationenhaus in Kaisersesch statt. Unter dem Titel “Bereit für die Winterzeit” beschäftigen wir uns mit sinnvollen, angenehmen und kulinarischen Vorbereitungen für den Winter.

Die Digitalisierungs-Welle rollt, werden wir überrollt?

Digitalisierung, da kommt mir doch gleich der alte Film Tron in den Sinn, wo der Hauptdarsteller in Datenbestandteile zerlegt in den Computer gesogen wird.

Digitalisierung: Tablet ersetzt Schreibmaschine

So schlimm wird es bei der realen Digitalisierung wohl nicht kommen, aber es wird tatsächlich weitreichende Veränderungen und Umwälzungen geben.

Dahinter steht weder ein übergeschnappter Computer noch eine böse Macht.

Interessanterweise sind wir es selbst, die mit unserem Verhalten, Vorlieben und Wünschen die Digitalisierung antreiben.

Daraus ergeben sich zum Teil lawinenartige Entwicklungen die so nicht vorhersehbar waren und ganze Branchen in Bedrängnis bringen können. Auf der anderen Seite wird unser Leben bequemer, sicherer und reichhaltiger, insgesamt aber auch ganz anders.

Solche Umbrüche haben sich immer wieder im Laufe der Geschichte ereignet, allerdings meist nicht so schnell und umfassend.

Was es mit der Digitalisierung auf sich hat, wie wir betroffen sind und was wir daraus machen können, erläutern wir beim nächsten Gesundheitstreff:

Gesundheitstreff EULE: Die Digitalisierungs-Welle rollt, werden wir überrollt?

am 24. September 2018 um 19:30

im Mehrgenerationenhaus in Kaisersesch

 

Einfach vorbei kommen und die Digitalisierungswelle reiten…

Bewegt gings zu

Wer beim Gesundheitstreff “Heilkraft der Bewegung” dachte, er könnte einfach wie immer nur zuhören, der sah sich getäuscht, denn zwischendurch war zum Mitmachen eingeladen.

Der Vortrag sollte motivieren sich mehr zu bewegen schon in der Früh, im Alltag zwischendurch und am besten jeden Tag. Dazu ist die kurze Übung VIOLA bestens geeignet, um mal so einfach zwischendurch den Körper in Schwung zu bringen und Verspannungen im Rücken- und Schulterbereich zu lösen.

Biomarker verbessern

Doch nur regelmäßiges moderates Ausdauertraining, sei es durch Wandern, Spaziergehen, Walken, Tanzen, Schwimmen oder Fahrrad fahren bringt vielfältigen Nutzen für den gesamten Organismus. Nach einiger Zeit werden dadurch die sogenannten Biomarker wie Kraft, Muskelmasse, Fettanteil, Ausdauerfähigkeit, Blutdruck, Knochendichte und die Zusammensetzung der Blutfette deutlich verbessert.

Diese messbaren Körperfunktionen verraten das biologische Alter, was zum Teil erheblich vom kalendarischen Alter abweichen kann. Falten, graue Haare, schlaffere Haut oder Tränensäcke sind lediglich Äußerlichkeiten, denen man zwar versuchen kann mit Cremes, Tiegelchen und Farbe zu begegnen, was aber das tatsächliche biologische Alter nicht günstig beeinflusst..

Regelmäßigkeit zählt

Das vermag nur regelmäßige Bewegung. Aber diese “Heilkraft der Bewegung” kann sich nur entfalten, wenn man sie auf Dauer ausführt und dem Körper immer wieder neue Reize setzt, in dem man z.B. andere Übungen macht oder die gewohnte Strecke verändert.

Denn einmal erworbene Fähigkeiten gehen nicht einfach so im Alter verloren, sondern wir können vieles aus der Kindheit nicht mehr, nur weil wir es nicht mehr machen, z.B. klettern, laufen, springen, hüpfen, Ball fangen, etc. Da zeigt sich die Anpassungsfähigkeit des Menschen, die ihm über Jahrtausende das Überleben sicherte.

Was nicht mehr gebraucht oder benutzt wird, wird zugunsten der Sachen die wichtig sind, vernachlässigt. Aber auch umgekehrt, was wieder gemacht wird, kann man auch wieder erlernen.

Tägliche Bewegung zur Gewohnheit machen

So hieß es beim Vortrag, machen Sie sich die tägliche Bewegung zu Ihrer Gewohnheit. Beginnen Sie schon im Bett mit Recken und Strecken, mit VIOLA nach dem Aufstehen, einem kleinen Spaziergang, mit Einbeinstand oder Hocke beim Zähneputzen. So haben Sie schon die erste Übungseinheit und das erste Erfolgserlebnis des Tages  geschafft, noch bevor das normale Tagwerk beginnt.

Um Veränderungen nachher auch erkennen zu  können, sollten Sie, bevor Sie beginnen, eine Bestandsaufnahme z.B. mit einem 6-Minuten-Geh-Test machen.

Wenn Sie regelmäßig mehr Bewegung in Ihr Leben kommen lassen, werden Sie schnell Verbesserungen feststellen. Diese bemerken Sie selbst, aber auch Ihr Umfeld wird die wieder gewonnene Leistungsfähigkeit bewundern und honorieren.

Machen Sie sich auf den Weg, bringen Sie mehr Bewegung in Ihr Leben und damit mehr Lebensfreude,  Leistungsfähigkeit und Gesundheit.

Hier noch mal die Links zu VIOLA und dem 6-Minuten-Geh-Test.

 

 

Gesundheitstreff zum Thema “Heilkraft der Bewegung”

Der nächste Vortrag des Gesundheitstreffs EULE am 18. Juni 2018 widmet sich dem Thema “Heilkraft der Bewegung”.

Der  Mensch ist für die Bewegung geschaffen.

Denn eine sehr lange Zeit der Menschheitsgeschichte zog der Mensch in Gruppen umher und legte weite Strecken zurück. Darauf ist unser Körper ausgelegt. Viele Anpassungen (z.B. das Schwitzen ) dienen der Ausdauerfähigkeit, um den Körper zu kühlen, damit er eben länger die erforderliche Leistung bringen konnte.

Diese Ausdauerfähigkeit ist beim Menschen von allen Lebewesen am besten ausgeprägt. Das war insbesondere bei der Jagd relevant, denn nur so war es möglich die Beute so lange zu hetzen, bis diese überhitzt und erschöpft leichter erlegt werden konnte. Aber auch beim Sammeln von Beeren und Kräutern oder beim Suchen von Wasserstellen oder geeigneten Lagerplätzen wurden oft weite Strecken zurückgelegt.

Dabei brauchte der Mensch zum einen die Ausdauer und zum anderen aber auch die Fähigkeit bei Verletzungen auch in der Bewegung zu heilen, denn wer nicht mithalten konnte, der war dem Tod geweiht.

Die wenigen Jahre der Zivilisation haben den über einige Millionen Jahre geformten Körper und auch die biochemischen und biomechanischen Grundfunktionen nicht wirklich ändern können.

Unser Körper funktioniert also am besten, wenn er sich bewegt.

Aber wie sieht der heutige Alltag meist aus?

Schon im Kindergarten sitzen die Kinder beim Spielen an ihren Tischen und haben lediglich kurze Sportstunden und gehen nur wenig raus auf den Spielplatz. Oft genug werden sie schon mit dem Bus oder von den Eltern im Auto hingefahren.
In der Schule sitzen sie bis auf die kurzen Pausen ebenfalls die ganze Zeit. Die Nachmittage sind geprägt von Terminen, wo sie bestenfalls zum Vereinssport gefahren werden oder sowieso am Computer oder Fernsehen sitzen. Zeit für freies Spielen draußen, wo man auch ohne Ergotherapie oder gut konzipierte Sportstunden grob- und feinmotorische Fähigkeiten durch springen, hüpfen, Ball fangen, klettern, laufen oder Sandburgen bauen ganz so nebenbei erwirbt, oft Fehlanzeige. Wer von den Kindern heute kennt denn noch das gute alte Hickhäuschen, Gummitwist oder Kinder- und Abzählreime?

Und wem in der Kindheit Bewegung nicht vertraut gemacht wird, tut sich auch als Erwachsener schwer. Es wird weiter gesessen, im Auto, im Büro, beim Geschäftsessen, beim Fernsehen, vor dem PC……….

Der Mensch ist im wahrsten Sinne des Wortes sesshaft geworden.

Dabei ließen sich viele Krankheiten verhindern bzw. deutlich lindern, wenn sich mehr bewegt würde. So lange einen keine schwere Erkrankung mit hohem Fieber u.ä. ans Bett fesselt, sollte man täglich einen Spaziergang machen.

Doch wie viel sollte man sich bewegen, um einen gesundheitlichen Nutzen erzielen zu können?

Die Einschätzung, ob man sich genug bewegt ist schwierig. Deshalb wird es an dem Abend Anregungen geben, wie man sich selbst testen kann und welche Möglichkeiten man hat, mehr Bewegung in seinen Alltag zu integrieren.

Weitere Informationen erhalten Sie hier: Veranstaltung “Heilkraft der Bewegung”

Wie immer werden Kostproben der vitalstoffreichen Vollwertkost angeboten.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zero Waste – besser leben durch Müllvermeidung

“Zero Waste – besser leben durch Müllvermeidung” war das aktuelle Thema des Gesundheitstreffs EULE im Mehrgenerationenhaus in Kaisersesch.

Mit den stetig wachsenden Müllbergen steigen auch die Entsorgungsprobleme und ständig wird man in Zeitschriften, Fernsehsendungen und -reportagen mit plakativen Fotos damit konfrontiert, ohne jedoch zu erfahren, was man selbst tun kann, um Müll zu vermeiden.

Dabei ist es gar nicht so schwierig Müll zu vermeiden und so einen guten Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Leinenbeutel statt Plastiktüten

Alleine schon immer einen Leinenbeutel, Stofftasche, Kiste oder Korb beim Einkauf zu benutzen schränkt die Lebensqualität nicht ein und ist doch ein wirksames Mittel, viele Plastiktüten zu einzusparen. Diese landen, nur kurz genutzt, doch bestensfalls noch im gelben Sack. Selbstgenähte zuziehbare Beutel aus Gardinenstoff zum Einkauf von frischem Obst, Gemüse oder Brot sind ebenfalls praktisch und helfen.

ToGo, aber mit eigener Ausrüstung

Auch der Trend die Mahlzeiten immer öfters nicht mehr zu Hause einzunehmen und auf dem Weg zur Arbeit sich mit einem Cafe to Go und einem belegten Brötchen zu versorgen ist alles andere als umweltschonend. Diese Becher, nur wenige Minuten in Gebrauch, stellen nämlich ebenfalls ein immer größeres werdendes Umweltproblem dar.

In vielen Filialen gibt es allerdings inzwischen sogar Rabatt auf den Kaffee, wenn man einen eigenen Becher mitbringt. Das sollte man unbedingt nutzen, wenn man schon nicht zu Hause seinen Kaffee aus einer Tasse trinken möchte.

Viel Anklang bei den Teilnehmern des Gesundheitstreffs fand die Idee mit der Besteckrolle, in der man sein Besteck kompakt einpacken und für unterwegs in den Rucksack stecken kann. So kann man auch bei spontaner Einkehr auf einer Festivität, wo oft nur Einwegbesteck angeboten wird, darauf zurückgreifen.

Auch mit einem Metallbecher, vielleicht sogar zusammenfaltbar ist man immer gut gerüstet und muss nicht aus Einwegplastikbechern trinken.

Bee Wraps statt Alu- oder Frischhaltefolie

Eine weitere Idee waren die mit Bienenwachs und Jojobaöl getränkten Baumwolltücher, die Alufolie und Frischhaltefolie zum Abdecken von Speisen unnötig werden lassen. Man kann auch sein  Butterbrot darin einpacken. Die gibt es auch in unterschiedlichen Größen fertig zu kaufen. Aber wenn man sie selbst herstellt, hat man sie in der gewünschten Größe und auch noch im Muster der eigenen Wahl.

Wenn schon Recycling, dann richtig

Wie man seinen Abfall auch richtig der Entsorgung zuführt und das Recycling erleichtert erfuhren die Teilnehmer ebenfalls und alle wissen jetzt, das zerbrochene Trinkgläser oder Fensterscheiben nicht in den Glascontainer gehören. Diese können durch unterschiedliche Schmelztemperaturen das Recycling von Konservengläsern und Flaschen stören bis zu unmöglich machen.

Zero Waste, ein Prozess und ein Ziel. Jeder kann sich auf den Weg machen und jeder kleine Schritt zählt, ist gut und wichtig.

Lesen Sie weitere konkrete Tipps unter “ZeroWaste”

Letzter Gesundheitstreff im Jahr 2017

Heute Abend ab 19:30 Uhr findet im Mehrgenerationenhaus der letzte Gesundheitstreff des Jahres 2017 statt.

Damit gehen 8 Jahre Gesundheitstreff zu Ende. Grund genug den Gründer der GGB Dr. Max Otto Bruker in einem kleinen Film zu würdigen.

Danach bleibt Zeit und Raum für Fragen, Erfahrungen, Tipps und Tricks rund um die Vollwertkost in gemütlicher Runde.

Marie-LuiseVolk wird zum Jahreswechsel mit ihrem Mann die Eifel verlassen und zu ihrer Familie nach Ulm ziehen. Sie wird sich im Rahmen des heutigen Gesundheitstreffs verabschieden.

Ich wünsche ihr viel Glück für die Zukunft und mir und uns, dass wir den Kontakt nicht verlieren und sie uns noch das eine oder andere Mal einen Besuch abstattet.

Im nächsten Jahr geht es weiter mit den Gesundheitstreffs. Sie werden sicher anders sein, aber hoffentlich weiterhin interessant für Sie.

Resilienz -Teil 3-

“Wie kann ich meine Resilienz steigern.”, aus dem Vortrag von Dipl. Psychologe Hassan El Khomri beim 35. Gesundheitstreff

Nachdem Dipl. Psychologe Hassan El Khomri beim 35. Gesundheitstreff die 5 Eigenschaften der Resilienz erläutert hat (siehe Teil 2) beantwortete er die Frage “Wie kann ich meine Resilienz steigern?”.

Der wichtigste Punkt ist “Lernen im hier und jetzt zu bleiben.”. Hassan El Khomri stellt fest, “Selbstachtsamkeit haben wir nicht gelernt.”. Resiliente Menschen haben die Fähigkeit zur Selbstachtsamkeit, sie wissen was ihnen gut tut und steuern ihr Leben entsprechend.

Mit Selbstachtsamkeit kann jeder ganz einfach beginnen. Eine sehr gute Methode ist eine tägliche Meditation. Dabei verbringt man ausschließlich Zeit mit und für sich. “Zeit hat dafür tatsächlich jeder”, sagt Hassan El Khomri, der in seiner Praxis beim Argument “Keine Zeit.” schon häufig gemeinsam mit den Klienten nachgerechnet hat.

“Wer ehrlich nachrechnet und sogar wer dabei schummelt, stellt fest, dass er eigentlich immer Zeit übrig hat”, so Hassan El Khomri. Diese Zeit gilt es zu nutzen.

Ein weiterer Punkt ist “Offenheit dem eigenen Leben gegenüber”. Freude und Leid gehören zum Leben, ebenso wie Geburt und Tod. Dies ist zu akzeptieren. Es ist wichtig sich immer zu fragen “Was kann ich tun?” und nicht “Was kann das Leben für mich tun”. Wir selbst müssen die Kontrolle ausüben und uns bewegen. Dann fällt es auch leicht dem eigenen Leben Sinn zu geben. Hassan El Khomri sagt “Letztlich kommt es auf unsere Entschlossenheit an.”.

Mit einen Zitat von Viktor Frankl beschloss Hassan El Khomri den Abend: “Die geistige Freiheit des Menschen, die man ihm bis zum letzten Atemzug nicht nehmen kann, lässt ihn auch noch bis zum letzten Atemzug Gelegenheit finden, sein Leben sinnvoll zu gestalten.”

Die anschließende angeregte Diskussion drehte sich u.a. um die Fragen der Achtsamkeit. Welche Möglichkeiten gibt es um Achtsamkeit zu üben? Hassan El Khomri erläuterte das am Beispiel einer schönen Blume die wir sehen, die uns kurz anregt und dann aber die Gedanken abschweifen lässt (z.B. an andere Ort mit Blumen usw.). Um die Achtsamkeit zu üben sollte man sich auf die konkrete Blume fokussieren und deren Schönheit unbeinflusst von anderen Gedanken aufnehmen. Also inne halten und erleben.

Eine weitere Achtsamkeitsübung ist das bewusste und ausschließliche Erleben der eigenen Atmung. Ruhig ein- und ausatmen, nicht künstlich, nicht übertrieben oder einen besonderen Rhythmus oder Technik aufzwingend. Einfach nur atmen, beobachten und erleben.

Das sind einfache Übungen die tatsächlich Wirkung zeigen. Probieren Sie es einfach mal aus…….

Hier die Links zu den ersten beiden Teilen:

Resilienz Teil 1 “Heilkraft der geistigen Stärke”

Resilienz Teil 2 “Die 5 Eigenschaften der Resilienz”

Resilienz -Teil 2-

“Die 5 Eigenschaften der Resilienz”, aus dem Vortrag von Dipl. Psychologe Hassan El Khomri beim 35. Gesundheitstreff 

Nach der allgemeinen Einführung zum Begriff Resilienz ( Siehe Teil 1 ) erläuterte Dipl. Psychologe Hassan El Khomri beim 35.Gesundheitstreff die 5 Eigenschaften der Resilienz.

1. Positive Selbstwahrnehmung

Im Alltag konzentrieren wir uns oft auf das Negative und lassen das überwiegend Positive außer acht. Dieses Verhalten ist erlernt, d.h. nicht genetisch vorbestimmt, sondern über die Erziehung und Erfahrungen antrainiert. Insgesamt ist unsere Gesellschaft in dieser Hinsicht geprägt, denn Gutes ist selten eine Nachricht, Katastrophen jedoch immer.

Es gilt sich bewusst zu machen, dass tatsächlich sehr oft das Positive deutlich überwiegt und das Negative meist überbewertet ist. Resiliente Menschen sind in der Lage diesen Zusammenhang zu erkennen und zu nutzen.

2. Hohe Selbstwirksamkeit

Hohe Selbstwirksamkeit ist die Überzeugung auch schwierige Situationen aus eigener Kraft bewältigen zu können. Es ist das Gefühl die Situation unter Kontrolle und immer einen Spielraum zu haben, etwas zu verändern.

Wirklich ausweglose Situationen gibt es eher selten, durch ruhiges Nachdenken ergeben sich meist gute Lösungen. Im Zweifel kann externer Rat helfen diese zu finden.

3. Selbststeuerung / Selbstkontrolle

Es geht um die Beherrschung der eigenen Handlungen und Äußerungen. Dazu gehört verlässlich zu seinen Aussagen zu stehen. Damit einher geht das Thema Beharrlichkeit und Ausdauer. Wenn ich mir etwas vorgenommen habe, dann halte ich mich auch daran. In Studien konnte nachgewiesen werden das Selbstkontrolle, Gewissenhaftigkeit und Ausdauer mit späteren Merkmalen Gesundheit, Wohlstand und Zufriedenheit zusammenhängen.

Hassan El Khomri nennt das Beispiel Sport: “Jeder weiß, dass es gut wäre Sport zu treiben. Die diejenigen die es aufgrund ihrer Selbstkontrolle schaffen, erlangen dann auch den gesundheitlichen Vorteil.”

4. Selbstregulation / Selbstberuhigung

Selbstregulation ist die Fähigkeit die eigenen Gefühle zu kontrollieren und zu steuern. Ganz und gar nicht geht es darum Gefühle zu unterdrücken, sondern Gefühle zuzulassen, zu erleben, aber auch selbst zu regulieren. Resiliente Menschen lassen sich nicht von ihren Gefühlen überwältigen und sind in der Lage zur Selbstberuhigung.

5. Sozial kompetent unterwegs sein

Es gilt soziale Situationen richtig einzuschätzen und angemessen darauf zu reagieren. Mit dem Leben in der Gruppe zurecht zu kommen. Dazu gehört die Gefühle der Mitmenschen wahr zu nehmen und darauf einzugehen. Eine sichere Beziehung zu Eltern und Partnern ist wichtig für die Sozialkompetenz und schützt aktiv vor psychischen Krankheiten.

Alle Resilienz-Eigenschaften sind im Alltag trainierbar. Resilienz ist erlebbar / erlernbar ein Ergebnis der Erziehung und Erfahrung. Hassan EL Khomri sagt “Menschen sind dafür nie zu alt, denn die Lernfähigkeit hält bis zum letzten Atemzug an.”. “Resilient werden heißt: Lernen sich selbst zu sein!”

Welche Lernmethoden und -maßnahmen Hassan EL Khomri uns mit auf den Weg gegeben hat, lesen Sie in Teil 3 (nächste Woche auf diesem Blog) des Berichts.

Hier geht es zu Teil 1: Resilienz -Teil 1-

Resilienz -Teil 1-

Bericht vom 35.Gesundheitstreff: Resilienz, „Heilkraft der geistigen Stärke“ mit Dipl. Psychologe Hassan El Khomri

Das Thema Resilienz und der Dozent Dipl. Psychologe Hassan El Khomri sorgte beim 35. Gesundheitstreff für reges Interesse. So konnte Hassan El Khomri vor einem großen, interessierten Publikum die vielfältigen Aspekte der „Heilkraft der geistigen Stärke“ darlegen.

Zunächst stellte er fest, dass die Zahl der psychisch Kranken in Deutschland seit Jahren steigt und auch kein Ende dieser Entwicklung abzusehen ist. Das betrifft alle sozialen Schichten der Gesellschaft, besonders aber die schlechter Gestellten. “Armut ist Krankheitsrisiko!”, sagte Hassan El Khomri ganz klar und bezieht dabei auch die von Altersarmut betroffenen Rentner mit niedrigen Renten mit ein.

Dennoch finden sich auch in diesen Gruppe immer wieder Menschen die sich trotz der widrigen Umstände bester Gesundheit und Lebensfreude erfreuen. Diese Menschen haben eine Widerstandskraft, die Resilienz genannt wird. Die Forschung wird zunehmend auf diese Menschen aufmerksam.

Resiliente Menschen gehen aus Schicksalsschlägen gestärkt hervor. Als bekannte Beispiele nennt Hassan El Khomri Nelson Mandela und Dr. Viktor Frankl. Beide haben langjährige Haft und Todesdrohungen überlebt ohne geistigen Schaden zu nehmen. Ganz im Gegenteil, sie haben die extremen Erfahrungen und Erlebnisse in positive Energie für ihr Leben umgewandelt.

Es lohnt sich also das Thema Resilienz genauer zu betrachten. “Der Begriff”, so Hassan El Khomri, “wird allerdings sehr inflationär benutzt.”. Es gibt haufenweise Kurse und Seminare, die mit Resilienz werben und alles Mögliche dabei versprechen. Klar, da ist ein Geschäft zu machen, denn höhere Widerstandskraft kann jeder gut gebrauchen.

Welche 5 Eigenschaften einen resilienten Menschen auszeichnen erfuhren die Teilnehmer im Laufe des weiteren Vortrags. Dazu mehr im zweiten Teil (nächste Woche auf diesem Blog) des Berichts.

Im Anschluss an die Ausführungen wurden noch einige Fragen gestellt und kompetent von Hassan El Khomri beantwortet. Vollwertige Kostproben ließen die Teilnehmer noch einige Zeit in angeregter Diskussion verweilen.

Heilkraft der geistigen Stärke

Im 26. Juni 2017 steht unser 35. Gesundheitstreff wie gewohnt um 19:30 Uhr an.

Im letzten Jahr konnten wir schon Herrn Dr. Jürgen Birmanns, den ärztlichen Leiter des Dr. Max Otto Bruker Hauses, in Kaisersesch begrüßen.

In diesem Jahr freuen wir  uns sehr, dass wir  mit Herrn Dipl. Psychologen Hassan El Khomri ebenfalls einen Therapeuten aus Lahnstein für einen Vortrag bei uns gewinnen konnten.

Thema des Abends wird sein:  Heilkraft der geistigen Stärke –  Resilienz

Damit tragen wir dann auch dem “L” in unserem Namen, das für Leben steht, besonders Rechnung.

Wie oft haben wir uns schon gefragt, warum manche Leute mit Schwierigkeiten, die das Leben beschert, besser zurecht kommen als andere?

Woher kommt diese innere Stärke und wie kann ich selbst widerstandsfähiger werden?

Ein hochinteressanter Abend, der zum Nachdenken anregen wird und bei dem man etwas für sein eigenes Leben mitnehmen kann.

Weitere Informationen erhalten Sie hier: 35. Gesundheitstreff “Heilkraft der geistigen Stärke”