“Bereit für die Winterzeit”: Goodby Winterblues!

Der Winter ist hierzulande auch als die dunkle Jahreszeit bekannt.

Kein Wunder, sinkt doch die Dauer des hellen Tages auf ca. die Hälfte ab. Und da reden wir noch gar nicht von trübem Wetter, wenn es gefühlt gar nicht richtig hell wird.

Die Folge ist ein deutlicher Lichtmangel.

Vielen Menschen schlägt alleine das fehlende Tageslicht auf das Gemüt. Das ist dann keine ausgeprägte Depression, aber man hat den Winterblues.

Die Lösung ist denkbar einfach und heißt: Mehr Licht!

Tatsächlich zeigen Studien das sehr helle Tageslichtlampen den Winterblues verbessern bis vertreiben können.

Einfach mal ausprobieren und dem Winterblues Goodby sagen.

“Bereit für die Winterzeit”: Was geht im Körper vor?

Trotz aller Technik: beleuchtete Straßen, beheizte Transportmittel, feste, warme Häuser, werden wir immer noch von den Jahreszeiten beeinflusst.

Auch der Winter verändert den Körper bzw. der Körper nimmt Anpassungen an die kalte Jahreszeit vor.

Um die negative Wirkung von Kälte und Nässe zu kompensieren hat der Mensch Schutzmechanismen entwickelt. In vielfältiger Weise reagiert unser Körper auf die Widrigkeiten des Winters und schützt uns vor Krankheit.

Über die natürlichen Schutzmaßnahmen hinaus können wir einiges tun, um besser für den Winter gerüstet zu sein.

Die Industrie hält dafür eine Menge Mittel und Ausrüstung bereit und suggeriert gerne, dass wir ohne nicht auskommen.

Aber man muss sich weder in polartaugliche Kleidung verpacken, noch laufend eincremen oder Unmengen an Vitaminen schlucken. Ganz im Gegenteil, kleine, einfache Dinge sind oft besser. Manche Ideen der Industrie sind sogar letztlich schädlich für den Körper.


Wer selbst die typischen Wintergerichte herstellen will, der hat die Möglichkeit beim Kochkurs “Fit durch den Winter mit einheimischem Gemüse”, am 11. Dezember 2018.

Nach der Theorie die Praxis für Diabetiker

Nach umfangreicher Schulung für Diabetiker in den Räumen der Praxis West sollte jetzt das Wissen in der Küchenpraxis umgesetzt werden.

Deshalb trafen sich etliche Kochwillige im Küchenstudio Arens in Mayen, um viel neues zu entdecken, und es nachher tagtäglich auch zu Hause umsetzen zu können.
Zunächst noch skeptisch, aber doch mit sehr großem Interesse waren Salate herzustellen, aus  Gemüse, die jeder sonst nur in gekochter Form kannte.

Denn Ziel ist es immer, mit Aufnahme der Nahrung möglichst viele Nährstoffe wie Vitamine und Mineralien zu sich zu nehmen.
Beim Kochen, Braten und Backen werden die hitzeempfindlichen Vitamine zum großen Teil zerstört. Deshalb ist es wichtig, möglich viel Gemüse in roher Form zu essen.

Daher sollte es neben einem Frischkorngericht auch Hokkaido- und Spinatsalat geben. Außerdem wurden noch Brötchen aus frisch gemahlenem Mehl, Brotaufstrich, ein Hauptgericht aus Gemüse und Kartoffeln und als Nachtisch Pflaumenkuchen hergestellt.

Mit viel Eifer wurde dann geschnippelt und zubereitet, bevor es sich die Teilnehmer in gemütlicher Runde gut schmecken ließen.

Mit großem Erstaunen merkte eine Teilnehmerin, dass der aus Kindertagen verhasste Spinat, den es traditionell immer gekocht mit Salzkartoffeln und Spiegelei gab, in roher Form mit Möhren und leckerem Dressing wunderbar schmecken kann.

Auch der Hokkaido roh, den man oft nur als Kürbissuppe kennt, fand als Salat gemischt mit Möhren, Apfel und Trauben reißenden Absatz.

Alle Teilnehmer gingen gut gesättigt und vielen neuen Erkenntnissen nach Hause.

Ein sehr schöner Abend, der bei genügendem Interesse sicher nochmals stattfinden wird.

Digitalisierung: Trautes Heim, nie mehr allein.

In unserem Vortrag “Die Digitalisierungs-Welle rollt, werden wir überrollt?” beim EULE Gesundheitstreff haben wir einige Aspekte der Digitalisierung aufgezeigt. Hier auf unserem Blog wollen wir diese nun aufnehmen und bereitstellen.

In allen Lebensbereichen

Die Digitalisierung greift auch in unsere unmittelbaren Lebensbereiche ein. So wird das eigene vertraute Heim in vielfältiger Weise Veränderungen erfahren. Im Wesentlichen geht es dabei um die funktionelle Aufrüstung von Alltagsgegenständen. Diese werden mit zusätzlicher Logik ausgestattet, an das Netzwerk angeschlossen und sind damit entsprechend steuerbar.

Man spricht in dem Zusammenhang auch vom Internet der Dinge (Internet of Things). Bis 2020 wird die Zahl der so vernetzten Geräte auf ca. 50 Milliarden weltweit geschätzt. Die Geräte sind dann mit zusätzlichen Möglichkeiten ausgestattet:

  • Der Fernseher ist sprachgesteuert, kennt unsere Sehgewohnheiten und spielt ein individuelles Programm ab. Zusätzlich dient er als Bildschirm für andere Geräte (z.B. Handy).
  • Der Kühlschrank achtet auf seinen Inhalt, warnt vor Verfall und bestellt Lebensmittel nach.
  • Die Waschmaschine bestellt Waschmittel und organisiert einen Termin mit dem Techniker
  • Die Heizung weiß wann wir nach Hause kommen und fährt die Temperatur hoch.
  • Die Haustür informiert uns über Besucher und lässt ggf. den Postboten und die Putzfrau rein auch wenn wir nicht Zuhause sind.

Smartifizierung der Welt.

Diese Fähigkeiten machen unser Heim schlauer, man spricht deshalb vom SmartHome und der Smartifizierung der Welt.

Eine sehr wichtige Eigenschaft ist dabei, dass die Geräte untereinander kommunizieren und Informationen austauschen. Dadurch lässt sich z.B. die Heizung nach unserem Terminkalender oder unserer aktuellen Position (auf dem Heimweg) steuern.

Aber nicht nur wir selbst hätten einen Nutzen vom SmartHome, auch der Postbote profitiert davon wenn er sein Paket abliefern kann, ohne dass wir Zuhause sind. Interessant sind diese Möglichkeiten auch für Energieversorger

Bis 2025 sollen alle Stromzähler gegen SmartMeter ausgetauscht werden. SmartMeter sollen die Steuerung von Stromverbrauchern im Haushalt erlauben.

So soll der Stromverbrauch mit der schwieriger planbaren Erzeugung durch erneuerbare Energieträger angepasst werden. Die Waschmaschine läuft dann wenn gerade viel Strom zur Verfügung steht. Das Elektroauto kann als Pufferspeicher dienen und Strom abgeben wenn es nicht gebraucht wird.

Sicheres und komfortables Heim

Die Möglichkeiten der Interaktion mit den Geräten via Sprachsteuerung bringt viele Vorteile u.a. auch für behinderte Menschen.

Auch eine Überwachung der Vitalfuktionen wären denkbar, so dass im Notfall Hilfe automatisch verständigt werden kann. Einschließlich Audio- und Videoansprache der betroffenen Person, Abschaltung von Herd und anderen Geräten sowie öffnen der Tür für den Rettungsdienst.

Das smartifizierte traute Heim wird zum Mitbewohner und Helfer, der uns immer zur Verfügung steht und nicht mehr alleine lässt.

Dörren oder Trocknen eine vergessene Tradition

Früher war es eigentlich ganz normal, dass im Herbst auf langen Schnüren aufgefädeltes Obst rund um den warmen Ofen oder an geschützten Stellen zum Trocknen aufgehangen war. So konnte man völlig energiefrei Obst, Gemüse ( meist Zwiebeln aus dem eigenen Garten ) oder auch Pilze für die kalte Jahreszeit konservieren.

So haltbar gemachtes Obst war eine süße und willkommene Köstlichkeit in den kargen Wintermonaten und das getrocknete Gemüse hat so manches Gericht nochmal aufgewertet.

Trocknen in Rohkostqualität

Die heute so oft gepriesene Rohkostqualität, d.h. Lebensmittel dürfen nicht über 42° erhitzt sein, war damit sogar gegeben,  und um weitere Zusatzstoffe brauchte man sich auch keine Gedanken zu machen. Sollte man allerdings nicht genau darauf geachtet haben, dass die Trockenfrüchte auch ausreichend durchgetrocknet waren, hatten Schimmelpilze leichtes Spiel.

Zusatzstoffe in Handelsware

Wie vermeintlich einfach ist dagegen heute der Griff ins Regal im Supermarkt, wo es getrocknete Früchte in Hülle und Fülle gibt, von einheimisch bis exotisch. Doch die Liste der Zusatzstoffe ist lang.
Schwefeldioxid dürfte mit zu den bekanntesten  Mitteln gehören, während Natriumsulfit, Natriumhydrogensulfit, Natriummetabisulfit, Kaliummetabisulfit, Calciumsulfit, Calciumhydrogensulfit, Kaliumbisulfit dann eher weniger geläufige Namen für die Konservierung von Trockenfrüchten sind. Sorbinsäure, Kaliumsorbat und Calciumsorbat werden eingesetzt, damit die Früchte ihre ursprüngliche Farbe behalten.

Das sind alles Mittel, die wir mit verzehren.

Während das Nervengas Methylbromid womit die Früchte kurz vor der endgültigen Verpackung gegen den Befall von  Schädlinge, wie z. B. Milben und Motten bzw. deren Eier abzutöten begast werden, sich verflüchtigen soll. Doch leider finden sich trotzdem immer wieder Rückstände in der Nahrung.

Besser Bioprodukte oder selbst trocknen

Bei Bioprodukten sind solche Zusatzstoffe nicht erlaubt, was man besonders bei Aprikosen und Äpfeln an der dunkleren Farbe erkennen kann. Auf jeden Fall sollte man die Angaben auf den Verpackungen genau ansehen und im Zweifel am besten selber trocknen.

Ich hielt es also an der Zeit, diese alte Tradition der Haltbarmachung von Früchten durch Trocknen wieder aufleben zu lassen. Die diesjährige reiche Ernte war natürlich ideal, so dass ich einen stattlichen Vorrat anlegen konnte. Wir verwenden gerne Trockenfrüchte  vor allem für die selbst gemachten Müsliriegel ( es kann neben Rosinen jedes andere Trockenobst nach Geschmack verwendet werden ) oder mal so zwischendurch.

Ich habe einen Dörrapparat, den es in verschiedenen Größen und Preislagen gibt. Dadurch ist es möglich auch größere Mengen gleichzeitig zu trocknen. Aber auffädeln geht natürlich auch, dauert nur dann noch etwas länger.

Arbeit lohnt sich

Das Vorbereiten des Obstes macht zwar etwas Mühe, die aber durch die Sicherheit, getrocknete Früchte in Rohkostqualität ohne Konservierungs- und Zusatzstoffe möglicherweise aus regionalem Anbau zu haben, belohnt wird.
Sind die Trockenbleche erst mal bestückt, hat man keine Arbeit mehr damit und muss nur noch kontrollieren, wann das Obst fertig ist und dann verpacken. Damit ich nicht eventuell größere Mengen wegwerfen muss, falls doch mal ein Stückchen verschimmelt, packe ich sie immer in kleine Gläschen. Das sind dann so ca. 60 gr. Bisher musste ich allerdings noch nie was entsorgen. Der Vorrat steht bei mir kühl und wird so nach und nach verbraucht.

Ich denke es reicht bis zur nächsten Ernte.

Mein 365-Tage-Lauf

Wer den Blog verfolgt oder mich kennt weiß, dass ich nun mal eine Läuferin bin. Als solche liest man dann auch mal von Streakrunnern, die eine unfassbare Anzahl von Tagen im Streak laufen.

Streakrunner sind Täglich-Läufer

Streakrunner sind Läufer, ins Deutsche übersetzt, die täglich Laufen. Die einzige Regel lautet nämlich: täglich mindestens 1,6 km ( 1 Meile ) an einem Stück ohne Hilfsmittel zu laufen und das möglichst viele Tage ununterbrochen hintereinander. Ort, Tageszeit, Tempo, alleine oder in der Gruppe, ist völlig egal, nur 1,6 km sollten es mindestens sein.

Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung beschlossen mein Mann und ich, das auch mal zu versuchen und dann sehen, wie weit wir kommen. Start war der 01.09.2017. Von nun an wollten wir mindestens mal 4 Wochen täglich Laufen und sehen, ob uns das gefällt und was das mit uns macht.

Wenn ich dann heute am 31.08.2018 schreibe, ist klar, wir sind nach 4 Wochen einfach jeden Tag weiter gelaufen und sind jetzt begeistert davon, dass wir es tatsächlich ein ganzes Jahr geschafft haben jeden Tag zu laufen.

Portion Durchhaltevermögen

Dass dazu eine gehörige Portion Durchhaltevermögen von Nöten ist und es nicht immer einfach war sollte jedem klar sein. Denn ein Pausentag wäre gleichbedeutend damit gewesen, dass der Streak von Neuem beginnen würde, sofern man denn dann noch weitermachen wollte.

So liefen wir an Weihnachten, Silvester und anderen Feiertagen, nach Wettkämpfen, nach einem Sturz in der Morgendunkelheit, an Tagen mit ärztlichen Untersuchungen, an Geburtstagen, an An- oder Abreisetagen vom Urlaub, bei Eis und Schnee, bei Hitze, in der Dunkelheit und bei Regen.

Ja täglich Laufen ist für uns eine Gewohnheit geworden, wie Zähneputzen und Mahlzeiten einnehmen. Es fehlt mir tatsächlich was, wenn ich morgens nicht meine Runde drehen kann.

Laufen wie es mir gefällt

Was ich erkannt habe ist, dass es mir gut gefällt, ohne irgendwelche sonstigen Regeln einfach nach Lust und Laune mal schnell, man langsam, mal kurz oder länger zu laufen. Intervall- oder Tempotraining liegen mir nicht so, weiß ich jetzt. Trotzdem habe ich in diesem Jahr neue Bestzeiten bei den Starts beim Halbmarathon und Marathon aufgestellt und bin mit viel Freude ins Ziel gelaufen.

Was habe ich noch gelernt?  Ich habe Durchhaltevermögen, das habe ich jetzt bewiesen, was sich auch auf andere Lebensbereiche auswirkt. Ich gebe einfach nicht mehr so schnell auf, wenn mir Dinge nicht auf Anhieb gelingen.

Von Verletzungen und Krankheiten bin ich verschont geblieben, vielleicht auch deshalb, weil ich so nach Gefühl lief, je nachdem wie es mir an dem Tag ging und mich damit nicht überforderte. Muskelkater kenne ich vom Laufen jedenfalls auch nicht mehr.

365 Tage am Stück

Ich bin jetzt 365 Tage am Stück jeden Tag gelaufen, habe dabei 2287 km zurückgelegt, was einem Durchschnitt von 6,3 km /pro Tag entspricht. Wow, einmal Spanien und zurück. Hätte ich am 01.09.2017 auch nicht gedacht, dass ich so weit komme.

Wie es weitergeht? Mal sehen……. Morgen gehe ich jedenfalls erst Mal wieder Laufen…….

 

Unverpackt einkaufen

Bei jedem Einkauf, ob Lebensmittel, Dekoelemente, Möbel, Elektrogeräte, oder, oder, oder trägt man unfreiwillig jede Menge Verpackungsmüll mit nach Hause. Diese Verpackungen dienen unterschiedlichen Zwecken, der Hygiene, zum Schutz der Ware vor Staub, Nässe, Bruch, der eindeutigen Portionierung aber auch zu Werbezwecken. Wie oft wurden wir schon mit hübschen Verpackungen zum Kauf verführt.

Alles verpackt

Doch erschreckende Bilder von Müllhalden und Plastikmüll in Meeren bringen so manchen Verbraucher zum Umdenken.

Selbst Einkaufstaschen zum Einkauf mitzubringen statt jedes Mal eine neue Plastiktüte für den kurzen Gebrauch zu kaufen ist für viele Leute inzwischen eine Gewohnheit geworden.

Das ist schon ein Schritt in die richtige Richtung, aber  trotzdem ist fast alles was man in diese Einkaufstüten mit nach Hause nimmt, verpackt.

Ob Nudeln, Hülsenfrüchte, Frühstücksflocken, Fertiggerichte, Haarshampoo, Hygieneartikel, etc. alles ist hygienisch einwandfrei und lange lagerfähig in Plastik gehüllt. Lediglich Obst und Gemüse bekommt man zum Teil heute unverpackt auch im Supermarkt.

Trotz besten Absichten füllen sich die Abfallsäcke mit Verpackungsmaterial zusehens, die dann bestenfalls dem Recycling zugeführt werden. Doch das alleine reicht nicht aus, Vermeidung ist das Zauberwort.

Unverpackt Läden

Mittlerweile gibt es immer mehr “Unverpackt Läden” in größeren Städten, in denen man viele Artikel völlig verpackungsfrei einkaufen kann.

Ich hatte jetzt die Möglichkeit zu einem solchen Einkauf im “Unverpackt Lübeck”, Fleischhauerstr. 38.  Ein völlig neues Einkaufsgefühl, ist man doch darauf konditioniert, einfach so ins Regal zu greifen und sich den Wagen voll zu laden mit den Dingen die man benötigt.

Vorbereitet Einkaufen

Ein bisschen der Vorbereitung bedarf es denn schon. Man kann nicht einfach spontan nur mit einem Geldbeutel bewaffnet in den Laden. Selbstverständlich kann man dort auch Mehrwegverpackungen erwerben, aber das ist ja eigentlich nicht der Sinn der Sache. Also sollte man zumindest mal kleinere Stoffbeutel oder Behälter (z.B. wiederverwendete Schraubdeckelgläser) dabei haben, in die man die Sachen füllen kann.

Mein Stoffbeutel wurde gewogen und ich füllte mein Getreide ab. Das nächste Problem, ich hatte überhaupt kein Gefühl, für das Gewicht, was ich jetzt schon eingekauft hatte. Wer jahrelang nur schon portionierte Mengen aus dem Regal gezogen hat, verlernt diese Fähigkeit. Aber ich denke, das Gefühl stellt sich mit der Zeit wieder ein.

Individuelle Mengen

Es hat natürlich auch Vorteile. Man kann sich jede beliebige Mengen abwiegen, auch kleine Probierportionen. So kann man erst mal testen und hat nicht direkt schon wieder eine große Tüte, die man nicht mehr verwenden kann, oder für Zutaten, die man nur für ein bestimmtes Rezept benötigt.

Ich z.B. möchte mal Zahnputztabletten ausprobieren. Also habe ich nur 15 Stück gekauft und musste nicht direkt 500 Stück nehmen.

Reichhaltiges Angebot

Die Läden haben unterschiedliche Konzepte. Überwiegend Trockenware wie Nudeln, Nüsse, Hülsenfrüchte, Getreide, Kaffee,  Müsli, Fertigmischungen für Bratlinge, werden unverpackt angeboten. Aber auch Öle, Essig zum Abfüllen in Flaschen, Waschmittel, Gewürze gibt es. Dazu Behälter oder Stoffbeutel zum Kaufen, oder auch andere nützliche Dinge, die helfen im Haushalt Müll zu vermeiden. Manchmal ist so ein Unverpackt-Laden mit einem Cafe kombiniert, in dem der Cafe-ToGo ausschließlich im eigenen Becher verkauft wird.

Kein Vollsortiment

Zur Zeit ist ein solcher Laden für den kompletten Einkauf sicher noch nicht geeignet. Aber ein Anfang ist gemacht und ich hoffe, diese Läden, die oft mit viel Engagement der Inhaber betrieben werden, setzen sich durch und werden angenommen.

Es muss ein Umdenken auch bei den Käufern erfolgen, hat man sich doch an den schnellen Einkauf mit vorgefertigten Mengen und den einfachen Preisvergleich gewöhnt. Außerdem kann man nicht spontan einkaufen, sondern muss sich vorbereiten und geeignete Behälter mitnehmen, die man eventuell auch beschriften kann und sich auch überlegen, wie viel man überhaupt benötigt.

Ein Prozess, aber jeder Schritt ist wichtig und jede Verpackung, die gespart wurde ist ein Gewinn.

 

 

 

Zero Waste beim Picknick

Nach dem Vortrag im April über Müllvermeidung gingen meine Überlegungen, wie ich für unseren Haushalt immer weiter auf Plastik verzichten und Müll vermeiden kann, weiter.

Neu kaufen für Zero Waste?

Auf einschlägigen Internetseiten und Blogs die sich mit diesem Thema beschäftigen gibt es zahlreiche Tipps wo man z.B. Edelstahlbrotboxen oder -strohhalme kaufen kann. Die sollen dann ein Leben lang halten und auch sonstige Vorteile haben. Aber ich will doch weg von immer mehr Konsum und dafür extra wieder was kaufen? Dafür wohl möglich noch unsere schon vorhandenen Boxen, die noch völlig in Ordnung sind, wegwerfen? Nein, das kann doch nicht Sinn der Sache sein.

Wenn man ehrlich ist, hat man doch genug Sachen zu Hause, die man selten oder zumindest wenig nutzt bzw. schon gar nicht mehr weiß, dass man sie hat. Da macht es doch Sinn mal zu überlegen und auf die Suche zugehen, ob man diese nicht wieder verwenden kann.

Dachbodenfund reaktiviert


So ist mir jetzt wieder ein Picknickrucksack in Erinnerung gekommen. Den gab es vor vielen Jahren mal als Treueprämie an einer Tankstelle, war ein paar Mal im Einsatz und ist dann auf dem Speicher gelandet und in Vergessenheit geraten.

Dabei ist der perfekt geeignet, um auch mal zu einem Grill- oder Dorffest mitgenommen zu werden. Denn wie oft findet man sich zu diesen Gelegenheiten mit dem Pappteller voll Kuchen mit einem Plastikgäbelchen mit einem Plastiklöffelchen in einem Pappbecher mit Kaffee rührend am Tisch wieder…….. Vom zweifelhaften Vergnügen mit Plastikbesteck  ein Steak auf einem wackeligen Einmal-Teller zu schneiden mal ganz abgesehen.

Mit dem Inhalt dieses Rucksacks ist man gut gerüstet, um etliche Teile an Einmal-Besteck und -Geschirr zu vermeiden. Er kann ja auch beliebig noch nach eigenen Vorlieben selbst bestückt werden.

Aber auch der klassische Picknick-Korb hilft beim Zero Waste und bringt zusätzlich ein wenig Romantik in das Picknick.

Self made Picknick-Rucksack

Aber selbstverständlich braucht man sich nicht einem solchen Picknickrucksack neu kaufen. Es ist kein Problem auch einen anderen Rucksack oder Tasche selbst zusammenzustellen und so auszurüsten.

Die Bestecktasche hatte ich am Vortragsabend schon vorgestellt, wo man dann neben dem üblichen Besteck auch noch ein scharfes kleines Messerchen mit dazustecken kann.

Auch Flaschenöffner, Teller, Gläser oder Becher, vielleicht Brettchen oder Servietten oder eine kleine Box mit einem nassen Lappen, um mal was abzuwischen, passen noch mit dazu. Eine Einkaufstasche aus Stoff sollte selbstverständlich auch dabei sein, wo ein Mitbringsel drin eingepackt werden kann.

Seien sie selbst kreativ und schauen sie was sie tun können, um unterwegs Abfall und Müll zu vermeiden.

Je mehr Leute in Zukunft so gut ausgerüstet auf Sommerfeste gehen, um so besser. Der Natur und unserer Umwelt zu liebe.

 

Gärtnern auf der Terrasse (Hochbeet)

Eigenes Gemüse oder zumindest Kräuter oder Salat selbst ziehen und somit auf die Schnelle immer was frisches zur Hand zu haben, wünscht sich sicher jeder, der auf frisches Gemüse großen Wert legt.

Aber leider ist das nicht immer so einfach. Denn wenn Schnecken oder in meinem Fall sogar Rehe schneller die frischen Keime wegfressen, als die Pflanzen nachwachsen können, ist der Frust vorprogrammiert.

Hochbeet angelegt

Deshalb habe ich seit letztem Sommer ein kleines Hochbeet auf dem Terrasse.

Es ist jetzt nicht so klassisch ein Hochbeet, eher so ein größerer Balkonkasten, aber ich habe ihn sorgsam mit zunächst kleinen Ästen und Holzstückchen bestückt und dann mit Garten- und Kräuterpflanzerde befüllt.

Da in solch einen Kasten doch deutlich mehr Erde rein geht als gedacht,  sollte man vor der Befüllung gut überlegen, wo der endgültige Standplatz sein soll, denn ein leichtes Verrücken ist nicht mehr möglich.

Salat und Kräuter

Wurzelgemüse kann man in solch einem Beet natürlich nicht ziehen, aber mein Salat  entwickelt sich prächtig und meine Vorfreude auf den ersten eigenen Salat ganz kurz vor dem Verzehr geerntet macht sich schon breit.

Im letzten Jahr hatte ich schon Radiesschen gesät, Kopf- und Rupfsalat, in diesem Jahr gedeihen gerade Salatköpfe, Basilikum, Petersilie, Ruccula und Salatrauke.

Geringe Pflege erforderlich

Die Arbeitshöhe ist wunderbar und mit täglich ein bisschen gießen und ab und zu ein Kräutlein zupfen hält sich der Arbeitsaufwand in Grenzen.
Sobald irgendwo wieder ein Plätzchen frei ist, wird nachgesät und so hat man nie zuviel auf einmal und doch immer was ganz frisches auf dem Tisch.

Auch optisch ein Genuß

Dabei macht  so ein Hochbeet noch optisch was her auf dem Balkon und an der Seite wäre auch noch Platz für Kapuzinerkresse.

Die werde ich im nächsten Jahr aussäen, dann wird es noch dekorativer und da die Blüten essbar sind, hat man noch einen zusätzlichen Blickfang auf Salaten oder Brotaufstrichen.

Soda ein vergessenes Reinigungsmittel

Wer kennt das nicht? Dekoteile oder Blumentöpfe die auf der Terrasse Wind und Wetter ausgesetzt sind, sehen nach einer Weile überhaupt nicht mehr dekorativ aus.

Da ich aber nicht gerne etwas wegwerfe was noch nicht kaputt ist und in diesem Falle einfach nur unansehnlich geworden ist, rückte ich meiner Gartenkugel schon mit allerlei Reinigungsmitteln erfolglos zu Leibe.

Trotz intensiver Bearbeitung blieb die wenig dekorative Patina erhalten.

Versuch mal Soda

Dann bekam ich den Tipp, es mit dem guten alten Soda mal zu versuchen. Früher in jedem Haushalt als Allzweckreiniger für Haus und Garten unentbehrlich, machte es den vielen Spezialreinigern die überall angeboten wurden nach und nach Platz und geriet in Vergessenheit.

Um so erstaunter war ich, dass ich die 500 g Packung Sodapulver schon im ersten Drogeriemarkt für unter 1 € erstehen konnte.

Erstaunlich erfolgreich

Also startete ich einen erneuten Versuch meine Kugel zu retten. Nach Packungsanleitung bereitete ich mit lauwarmem Wasser und 2 Eßlöffeln Sodapulver die Reinigungslösung in einem Eimer vor und tauchte die Kugel komplett unter.

Jetzt hieß es warten und tatsächlich nach ungefähr 1 Stunde Einwirkzeit nahm ich die Kugel heraus und konnte ohne große Mühe die Ablagerungen abbürsten. Wirklich super. Dazu brauchte ich noch nicht einmal Handschuhe, da die Lösung nicht ätzend ist und auch nicht stark riecht.

Ein super Tipp und ich werde Soda demnächst noch für andere nötigen Reinigungen im Haushalt einsetzen.

Universeller Reiniger

Dabei leiste ich noch zusätzlich einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz. Der Reiniger ist universell einsetzbar, so dass ich auf viele Spezialreiniger verzichten kann,  die oft in aufwendigen Verpackungen angeboten werden. Das Sodapulver ist sehr ergiebig und wird in einer 500 g Plastiktüte angeboten, die ohne Umverpackung auskommt. Das Pulver ist umweltverträglich und hochwirksam.