Salat Plus – für sommerliche Tage

Geht es Euch auch so? Wenn es richtig heiß draußen ist, habe ich nicht so viel Appetit und mag auch kein übliches warmes Essen. Aber Hunger habe ich doch irgendwie.

Sich so durch den Tag zu schleppen mit hier und da mal etwas Obst oder ein paar Nüssen, macht mich auch nicht so richtig zufrieden, von der Belastung der Bauchspeicheldrüse mal ganz abgesehen.

Wie wäre es denn da mal mit einem besonderen frischen Salat? Mit einem leichten Dressing, angereichert mit Kichererbsen macht er nachhaltig satt und ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen.

Denn durch die sommerlichen Temperaturen hat man davon nämlich einen erhöhten Bedarf. Viele der wichtigen Mineralien gehen durch Schwitzen verloren. Deshalb hat man im Sommer auch oft Heißhunger auf etwas Herzhaftes oder gesalzene Speisen.

Dafür habe ich einen Vorschlag für einen Salat, den man noch nach Herzenslust ergänzen oder abändern kann. Durch die Gemüsebrühe ist das Dressing leicht und vitaminreich und ist lange haltbar, so dass man davon sogar einen Wochenvorrat herstellen kann. Dieser ist dann im Kühlschrank schnell zum Einsatz bereit.

Durch die Zugabe von Kichererbsen wird man gut gesättigt. Sie sind reich an Kalium, Proteinen, Kalzium, Eisen und Ballaststoffen.

Wer mag isst dazu noch eine Scheibe Vollkornbrot (Rezept: Römerbrot) oder Brötchen (Rezept: Sonnenbrötchen ) mit einem Brotaufstrich und startet voller Schwung in den weiteren Tag.

Hier der Link zum Rezept: Bunter Salat mit Kichererbsen

Internationaler Tag des Hamburgers

Heute ist der internationale Tag des Hamburgers.

Woher der Name Hamburger oder auch kurz Burger genannt für das warme Schnell- oder Fertiggericht stammt, weiß eigentlich keiner mehr.

Eine Theorie sagt, dass das handliche Schnellgericht Hanseaten mit nach Amerika gebracht haben. Zumindest stand der Name der deutschen Stadt Hamburg für den Namen Pate.

Im 16. und 17. Jahrhundert starteten fast alle Auswandererschiffe von Hamburg aus nach Amerika. Diese wollten natürlich auch in der neuen Welt nicht auf die gute bekannte Hausmannskost verzichten. Dazu gehörte u.a. ein “Rundstück warm”, ein Brötchen (in Hamburg Rundstück genannt ) mit einer Scheibe Schweinebraten und etwas Soße.

Daraus wurde in Amerika schnell “Hamburger beef steak”, eine Bezeichnung für Hackfleisch um 1870. Der “Ur-Hamburger” war erfunden.

Bereits 1891 fand der Begriff „Hamburger steak“ Erwähnung in einem US–Kochbuch. Als “Hamburger Sandwich” tat dann ein solches Steak zwischen zwischen Brotscheiben oder Brötchenhälften gelegt den Siegeszug um die ganze Welt an.

In der klassischen Variante, die aus Rindfleisch besteht, kam der Hamburger dann auch wieder nach Deutschland.

Inzwischen gibt es Hamburger in der ganzen Welt und je nach Land und Kontinent dem Bevölkerungsgeschmack angepasst.

Nur die klassischen Teile: Brötchen, Bratling ( aus Fleisch, Fisch oder vegetarisch ), frischer Salat und Soße bleiben überall gleich. Ansonsten bleibt es der Fantasie und dem Können der Köche überlassen, woraus der Hamburger zusammengestellt wird.

Dabei bleibt es nicht nur den Fast Food Restaurants überlassen den Hamburger als schnellen Snack anzubieten, sondern auch in der etwas gehobeneren Gastronomie ist er längst angekommen. Er ist gesellschaftsfähig geworden.

Sogar in der heimischen Küche ist er leicht selbst herzustellen. Mit einem selbst gebackenen Vollkornbrötchen und einem vegetarischen Burger-Pattie, frischem Salat und leckerer Soße, nicht nur besonders lecker, sondern auch noch sättigend und gesund.

Wer selbst einen vollwertigen Hamburger herstellen will findet die Rezepte hier:

Vollkornbrötchen: “Dönerfladen”
Burger-Pattie: “Zwiebelfrikadellen (vegetarisch)”

Natur pur bei der Kräuterwanderung

Natur pur und zwar ausgiebig auch von oben, gab`s bei der Kräuterwanderung in Monreal in der Nähe des Sportplatzes.

Doch ganz nach dem Motto “Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung” ließen sich die Kräuterfreunde trotz strömendem Regen nicht davon abhalten, auf die Suche nach Wildkräutern zu gehen.

Zunächst noch gut geschützt in der kleinen Schutzhütte des Bouleplatzes gab es bei frischem Brennnesseltee schon die ersten Erklärungen zu Kräutern und grundsätzliches zum Sammeln, Trocknen und Aufbewahren des Sammelguts.

Trocken sammeln

Also hatten Alle schon gelernt, dass sie ihre Leinenbeutel an diesem Tag getrost eingesteckt lassen konnten. Denn Regentage eignen sich nicht zum Sammeln, außer man möchte die Kräuter sofort für Salat oder als Tee verwenden.

Wer sich allerdings einen Wintervorrat zum Trocknen zulegen möchte, muss morgens nach dem Abtrocknen des Taus an einem sonnigen Tag los. Nur so haben die Kräuter ihre Wirkkraft und können leicht getrocknet werden. Würde man an einem Regentag sammeln, brauchen die Kräuter sehr lange zum Trocknen, verlieren an Wirkkraft und die Gefahr der Schimmelbildung ist sehr groß.

Exkursion

Dann gings auf Exkursion. Es erstaunte die Teilnehmer wie viele Pflanzen auf einem kleinen Flecken Erde zu entdecken sind und manches “Ach, das kann man essen? Das habe ich auch im Garten.” war zu hören.

Wildkräuter je nach Art können unterschiedlich verwendet werden. Roh, für Salate, Kräuterbutter oder Dips, gekocht als Hauptspeise oder Zutat, für Tees oder die Herstellung von Ölen oder Tinkturen. Richtig angewendet sind diese erstaunlich wirksam und können bei vielen Erkrankungen Linderung verschaffen.

Deko mit Heilwirkung

Die Taubnessel findet als ganze Pflanze ( ohne Wurzel ) als Gemüse püriert wie Spinat ihre Verwendung.

Die Blüten dienen als essbare Dekoration von Blütenbutter oder Salaten. Tee aus Taubnessel soll entzündungshemmend, schleimlösend, krampflösend und harntreibend wirken.

Mit Sicherheit werden in Zukunft einige Wanderer nach Breitwegerich Ausschau halten, denn frische gewalkte Blätter auf Blasen an den Füßen oder frischen Insektenstichen aufgelegt wirken wahre Wunder.

Breitwegerich ist in der Regel überall zu finden und eine schnelle erste Hilfe.

Probieren geht über studieren

Zum Abschluss der Wanderung gab es in gemütlicher Runde Wildkräuterbutter und -Dip mit Brot und wärmenden Tee. Dabei wurde so manches Rezept und nette Anekdoten rund um die Kräuter ausgetauscht.

Mit neuem Wissen versorgt entdecken die Teilnehmer in Zukunft bei Wanderungen sicher das eine oder andere Kraut am Wegesrand, woran sie vorher achtlos vorbeigegangen wären.

Fast Fashion?

Fast food ist ein Begriff der im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde ist. Das englische Wort “Fast” steht für schnell und “Food” für Essen, also schnelles Essen, ein Symbol unserer Zeit. Essen soll schnell gehen und irgendwie so nebenbei geschehen, während man mit anderen Dingen beschäftigt ist.

Aber längst hat dieses “schnell” und “nebenbei” auch auf andere Lebensbereiche übergegriffen. Der von der Textilindustrie geprägte Begriff “Fast Fashion” steht für schnelle Mode, die ebenfalls so nebenbei gekauft und wieder entsorgt wird.

Schnell, schnell, schnell,…

Dabei bezieht sich das “schnell” auf alle Bereiche: schnell produziert, schnell in die Läden gebracht, am besten schnell verkauft, kurz genutzt und am besten schnell kaputt, um schnell wieder neuen Bedarf zu wecken.

Während größere Modellabels zwei Kollektionen im Jahr Frühling/Sommer und im Herbst/Winter in die Läden bringen, so drücken die Billiglabels bis zu 12 Kollektionen im Jahr auf den Markt. Ganz nach dem Motto “Die Masse muss es bringen” wird Kleidung zu niedrigen Preisen angeboten, um Bedarf zu wecken und Käufer zu locken.

Tonnenweise Müll einkalkuliert

Mit einkalkuliert wird, dass so viel Ware gar nicht komplett verkauft werden kann. So landen jährlich Millionen von Bekleidungsstücken völlig ungetragen aus den Läden direkt auf dem Müll.

Den Preis für diese Mode, die so günstig ist, zahlen überwiegend andere. Denn 9 von 10 Kleidungsstücken die in Deutschland verkauft werden, kommen aus Niedriglohnländern. Dort arbeiten Näher*innen in maroden Fabriken oft 7 Tage die Woche für niedrige Löhne ohne Rechte auf Urlaubs- oder Krankentage. Die Zustände in diesen Gebäuden geraten allenfalls alle paar Jahre mal in den Fokus, wenn dort ein größeres Unglück geschehen ist.

Nur wenige machen sich über Kleidung Gedanken, aber am Beispiel eines einfachen T-Shirts wird die Problematik deutlich:

Hinzu kommen noch die langen Transportwege. Das Wohlstandsgefälle in der Welt wird dabei sehr effektiv genutzt. Oft ist es billiger lange Transportwege in Kauf zu nehmen, wenn Löhne in anderen Ländern erheblich niedriger sind, um so die Gewinne zu optimieren. Das Beispiel an einer Jeans macht es deutlich.

Auch wir bezahlen den Preis

Aber natürlich zahlen auch wir für Fast Fashion. Wir kaufen öfter eigentlich minderwertige Ware, die billig produziert wurde. Diese kann nur kurz getragen werden, weil sie auch nur kurz hält, außer Form gerät oder schnell abgetragen wirkt. So entsteht wieder Abfall, den wir entsorgen müssen und über unsere Müllgebühren teuer bezahlen.

Nachhaltige Mode

Inzwischen gibt es auch einige Modellabels die auf nachhaltige Mode setzen. Manche lassen ausschließlich in Deutschland fertigen. Andere Initiativen bauen in den entsprechenden Ländern eigene Fabriken auf, um den Näher*innen vor Ort eine Perspektive zu bieten, bei guten Arbeitsbedingungen und gerechten Löhnen.

Wir haben die Wahl

Ideen gibt es viele, um Fast Fashion den Trend “Slow Fashion” entgegenzusetzen. Aber letztendlich sind wir als Verbraucher gefragt, denn mit unserer Kaufentscheidung treffen wir die Wahl. Denn nur wenn wir die höheren Preise zahlen, um die besseren Produktionsbedingungen zu unterstützen, werden sich diese Labels auch durchsetzen können.


Löwenzahnblütensenf

Jetzt gibt es sie wieder. Die Löwenzahnblüten. Diese anspruchslose Pflanze wächst überall und verwandelt viele Wiesen in ein gelbes Blütenmeer.

Sammeln

So ist das Sammeln der Blüten schnell erledigt, ohne dass man ein schlechtes Gewissen gegenüber den nektarsammelnden Insekten haben muss.

Aber selbstverständlich, wie immer beim Sammeln in freier Natur: wir nehmen uns nur so viel, wie wir bis zur nächsten Ernte benötigen. Es soll immer noch genug an Ort und Stelle bleiben, damit sich die Pflanze weiter vermehren kann.

Da die Löwenzahnblüten vor dem Verarbeiten nicht gewaschen werden, sollte man die Sammelstelle schon mit Bedacht wählen. Gesammelt wird übrigens in Leinenbeutel oder Körbchen, nicht in Plastiktüten, damit die Blüten noch “atmen” können. Da die Blüten vor dem Verarbeiten nicht gewaschen werden, sollte man die Sammelstelle schon mit Bedacht wählen. Gesammelt wird übrigens in Leinenbeutel oder Körbchen, nicht in Plastiktüten, damit die Blüten noch “atmen” können.

Verarbeiten

Hat man die Blüten erst zu Hause beginnt die eigentliche Arbeit. Um einen feinwürzigen Senf zu erhalten, verwenden wir lediglich die gelben Blütenblätter, die grünen Knospenblätter müssen entfernt werden. Diese Arbeit erfordert einiges an Geduld, die sich aber lohnt.

Auf eventuell in den Blüten versteckte Tierchen ist zu achten. Die ggf. durch Herausklopfen entfernen.

Für eine Portion werden 20g Blütenblätter benötigt, das sind ca. 50 – 70 Löwenzahnblüten.

Diese gelben Blütenblätter werden ganz fein geschnitten oder besser noch falls vorhanden ein Mixer oder Blender genutzt.

Unter den gemahlenen Senf gibt man die Löwenzahnblüten und alle anderen Zutaten. Alles wird kräftig verrührt. Mit Mixer oder Blender hat man es wieder einfacher, da zerschneiden die Messer die Blüten und verrühren diese fein mit den anderen Zutaten

Alle Zutaten und Mengenangaben sind im Rezept (siehe Link unten) aufgeführt

Reifen und verwenden

Jetzt heißt es wieder etwas Geduld, denn um den richtigen Geschmack zu entfalten, muss der Senf noch ungefähr 2 Wochen ruhen.

Danach kann er wie jeder andere Senf verwendet werden und verfeinert jedes Salatdressing mit seinem besonderen Aroma.

Das Rezept zum Ausdrucken findet Ihr hier: Rezept Löwenzahnblütensenf

Kleidung, Mode & Müllvermeidung

Ist von Geschichte die Rede, wird im allgemeinen die politische Entwicklung eines Landes damit in Verbindung gebracht. Aber auch andere Bereiche des menschlichen Lebens haben eine Geschichte.

So begann die Entwicklung der Textilbranche bereits in der Eiszeit. Die Menschen versuchten sich durch einfache Felle vor Witterungseinflüssen zu schützen. Viele Tausend Jahre später wurde die Kleidung durch die Erfindung der Nähnadel geradezu revolutioniert. Die ersten Nadeln waren zunächst aus Knochen geschnitzt. Ebenfalls in dieser Zeit entstanden die ersten Gürtel und Schnallen. Spätestens da begann der Mensch sich mit seiner Kleidung zu schmücken.

In Frankreich wurde bereits im 15. Jahrhundert der Begriff “Mode” geprägt.

Diente Kleidung zunächst nur zum Schutz, so hat diese heute vielfältige andere Aufgaben.

Trug man früher einmal angeschaffte Kleidung bis sie so kaputt war, dass sie nicht mehr repariert werden konnte, so wird sie heute oft entsorgt, weit bevor sie ihre mögliche Lebensdauer erreicht hat.

Clevere Werbestrategien wecken Bedarf und geschickte Modellentwürfe sorgen dafür, dass die Hose aus dem letzten Jahr schnell auch als solche entlarvt wird.

Die Trends werden immer krasser und die Grenzen für Kleidung der unterschiedlichen Jahreszeiten sind fließend. Wenn das Modediktat es vorgibt, trägt “Frau” im Winter Miniröcke und durch die nötigen Stiefel und dicken Strumpfhosen wird zusätzlicher Bedarf generiert.

Die Folgen sind, dass sehr große Mengen an eigentlich noch gut erhaltener Kleidung nicht mehr getragen und möglicherweise weggeworfen wird. Dabei gibt es vielfältige Möglichkeiten diese Kleidung weiter zu verwenden, um so auch die Umwelt zu entlasten.


Vielleicht habt Ihr noch Ideen wie die Kleidung oder Textilien allgemein weiter genutzt werden können?



Bärlauch – für das ganze Jahr konservieren.

Kaum eine andere Pflanze im Jahreskreislauf löst so einen Hype aus wie der Bärlauch. Sei es wegen dem wunderbaren ersten satten Grün nach der farblosen Winterzeit, oder wegen dem unverwechselbaren Geruch oder dem Geschmack.

Nur kurz ist die Zeit, wo wir ihn frisch im Wald ernten oder im Bund auf dem Wochenmarkt oder im Supermarkt kaufen können.

Gerne wollen wir die Zeit, in der wir den Bärlauchgeschmack genießen können, verlängern.

Bärlauch einfrieren

Dazu gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Am einfachsten kann man ihn kleinschneiden, mit ein bisschen Wasser vermischen und in einer Eiswürfelform einfrieren. Sobald die Würfel fest sind, kann man sie in eine Dose oder Tüte verpacken und leicht portionsweise entnehmen.

Bärlauchpesto

Bärlauchpesto herzustellen ist wohl die verbreitetste Art die leckeren Blätter zu konservieren. Dazu Bärlauch waschen, trocken schleudern, in einem Mixer oder Pürierstab zu einer Paste zerkleinern und mit Salz mischen. Dazu nimmt man auf 150 g Bärlauch 5 g Salz.

Die Masse in kleine Gläschen füllen und mit einer Schicht Olivenöl luftdicht abschließen. Die Glasränder gut abwischen, damit sich dort kein Schimmel bildet. Nach Geschmack kann man auch noch 75 g Pinienkerne oder Walnüsse zerkleinert druntermischen, oder auch geriebenen Hartkäse. Im Kühlschrank hält sich dieses Pesto bis zur nächsten Ernte.

Bärlauchsalz

Eine weitere Variante ist Bärlauchsalz. Dazu Bärlauch waschen, schleudern und mit einem Küchenhandtuch möglichst trocken getupft. Danach wird er sehr klein geschnitten oder püriert. Salz unter die Masse mischen und auf ein Backblech streichen.

Für ein normales Backbech nehme ich 50 g Bärlauch und 250 g Salz. Will man eine größere Menge gleichzeitig herstellen, benötigt man zwei Backbleche. Die Masse wird jetzt 5-6 Stunden bei 40°C im Backofen getrocknet.

So erhält man ein Salz in Rohkostqualität und möglichst viele Inhaltsstoffe bleiben erhalten. Diese Zeit kann etwas variieren, je nach Feuchtigkeit des Bärlauchs.

Deshalb kontrollieren und eventuell etwas länger trocknen. Möglicherweise ist es auch sinnvoll zwischendurch mehrmal kurz die Tür zu öffnen, um Feuchtigkeit entweichen zu lassen.

Mit speziellen Dörrautomaten geht die Herstellung von aromatischem Bärlauchsalz noch einfacher, sind aber nicht unbedingt erforderlich.

Wer möchte kann das getrocknete Bärlauch-Salz-Gemisch nochmal im Mixer pulverisieren. In kleine Gläschen gefüllt lässt es sich so sehr gut portionieren.

So haltbar gemacht, sorgt das Bärlauchsalz das ganze Jahr über für den besonderen Pfiff in vielen Speisen.

Mehr über die Pflanze, ihr Vorkommen und mögliche Verwechslungsgefahren findet Ihr hier: Bärlauch


Schlehenblüten – unübersehbare weiße Pracht des Frühlings

Sobald im März die ersten Sonnenstrahlen die Erde und Luft erwärmen zeigen sich auch schon schnell die Schlehenblüten in ihrer weißen Pracht. Diese Blüten stecken voller Energie und Heilkraft, die man sich auf unterschiedliche Art und Weise zu nutzen machen sollte.

Tee als Frühlingskur

Ein Tee aus Schlehenblüten bringt den Körper in Schwung. Tee aus Schlehenblüten eignet sich also sehr gut für eine Frühlingskur. Er unterstützt die Arbeit der Nieren und des Darms und wird bei Hautkrankheiten sowie bei Gicht und rheumatischen Erkrankungen empfohlen.

Während der Blütezeit sollte man also 2-3 mal täglich eine Tasse Tee davon trinken.

Dazu pflückt man eine kleine Hand voll Blüten vorsichtig ab, übergießt sie mit abgekochtem, aber auf 60-70° C abgekühltem Wasser und lässt diesen etwas ziehen. Die Blüten müssen nicht abgesiebt werden. Ist das Wasser heißer, können die wertvollen Inhaltsstoffe zerstört werden.

Außerdem sollte man einen Deckel auf die Kanne legen, um ebenfalls ein Verflüchtigen der Inhaltsstoffe zu vermeiden.

Einfach trocknen

Um einen Vorrat zu haben kann man die Blüten an einem warmen, trockenen Frühlingstag pflücken, auf einem Leinentuch ausbreiten und an einem warmen Ort schonend trocknen. Nach dem Trocknen werden die Blüten am besten in einem dunklen Behälter aufbewahrt. So kann man das ganze Jahr über auf einen Tee zum Beispiel als mildes Abführmittel zurückgreifen.

Auch bei Erkältungskrankheiten hat sich Schlehenblütentee bewährt. Er unterstützt das Schwitzen und lindert gleichzeitig Fieber.

Erst wenn alle Blüten der Schlehe verblüht sind kommen die kleinen grünen Blättchen zum Vorschein. Beim Weißdorn ist es genau umgekehrt. Da wächst zuerst das Blattgrün und erst dann blüht der Weißdorn in ganzer Pracht. Deshalb kann man die beiden Sträucher auch sehr gut voneinander unterscheiden.



Produkttest: Deckelheber

Konserviertes Obst oder Gemüse in Schraubdeckelgläsern ist praktisch. Es ist gut ohne weiteren Energieaufwand zu bevorraten und bei Bedarf schnell zur Hand.

Doch egal ob man auf gekaufte Konserven in Gläsern zurückgreift, oder ob man selbst Marmelade oder ähnliches in Gläsern eingekocht hat, ein Problem bleibt: Sind sie erst richtig gut zu, bekommt man sie nicht immer auf.

Im Handel gibt es allerlei Multifunktionsdeckelöffner, die aber zum einen ebenfalls viel Kraft erfordern, zum anderen aber auch den Deckel so beschädigen, dass er nicht mehr verwendet werden kann.

Dadurch muss dann auch das Glas entsorgt werden, was ich sehr schade finde, da ich diese Schraubdeckelgläser zu unterschiedlichen Zwecken wieder einsetzen möchte.

Von einer Freundin bekam ich vor Jahren den Deckelheber JarKey der Firma Brix geschenkt. Völlig unscheinbar in der Küchenschublade hat er sich für mich zu einem unentbehrlichen kleinen Küchenhelfer gemausert.

Die Funktionsweise ist denkbar einfach. Der Öffner wird am Deckel des Konservenglases angesetzt und leicht angehoben. Dadurch entweicht der Unterdruck und das Glas kann ganz einfach aufgedreht werden. Der Deckel bleibt intakt und beides kann weiter verwendet werden.

Der Deckelöffner hat keine scharfen Kanten und ist äußerst robust und haltbar. Er kann auch von Kindern gefahrlos benutzt werden.

Es gibt ihn in verschiedenen Farben aus Kunststoff, aber auch in Metall.

Ihr könnt ja selbst mal nach den Begriffen “Deckelheber” und “JarKey” suchen oder folgenden Link verwenden.

Gemüse fermentieren

Ich kann mich noch erinnern, dass meine Oma früher auch für unsere Familie einen großen Topf Rüben zum fermentieren angesetzt hat. Mein Vater war immer begeistert, während sich meine Freude als Kind darüber allerdings in Grenzen hielt.

Heute, wo ich mich mehr mit gesunder Ernährung und selbst Herstellen von Lebensmitteln beschäftige, bedauere ich sehr, dass ich meine Oma nicht mehr fragen kann, wie genau sie das machte und vor allem, wie es mir selbst gelingt.

Aber es gibt Literatur und auch im Internet wird man fündig zum Thema Fermentieren.

Und eines wurde mir schon beim Lesen klar: Geduld braucht man beim Fermentieren. Flott und schnell sind die Gemüse zwar angesetzt, aber dann heißt es warten, auch wenn man noch so gerne schon mal kosten möchten.

Da ich Sauerkraut schon seit Jahren regelmäßig angesetzt habe, wollte ich es jetzt mal mit anderen Gemüsen versuchen.

Genau nach Rezept habe ich eine Mischung aus Blumenkohl, Möhren und Staudensellerie in einer Salzlake eingelegt. Außerdem habe ich noch eine Mischung aus Rotkohl und Fenchel in ein Glas geschichtet und jeweils ein Glas nur mit Sellerie und rotem Pfeffer und mit Zucchinischeiben zum Fermentieren bestückt.

Die Gläser mit einem speziellen Deckelaufsatz (Airlock Pickle), damit überschüssige Gase entweichen können, habe ich gekauft. Inzwischen weiß ich, dass Anderen dieses Fermentieren auch mit Bügelgläsern mit Gummi gelingt. Dieser Gummi ist genau so dicht, dass die überschüssige Luft entweichen, aber keine von außen eindringen kann.

Das geschichtete Gemüse muss noch mit einem Gewicht beschwert werden, damit alles mit Flüssigkeit bedeckt ist und nicht schimmelt. Es gibt spezielle Gewichte aus Glas zu kaufen. Ich nehme allerdings möglichst glatte Steine, die ich vorher mit kochendem Wasser abwasche.

Diese Gläser standen dann 1 Woche in der warmen Küche und man konnte den Gärprozess deutlich sehen. Bei zwei Gläsern ist auch einiges an Flüssigkeit ausgelaufen, die hatte ich wohl mit zu viel Gemüse gefüllt. Man sollte also einen Teller o.ä. drunterstellen. Aber es war ja mein erster Versuch und ich übe mich noch.

Jetzt stehen die Gläser im dunkeln, kühlen Keller und es heißt warten. 4-6 Wochen dauert es, bis die Fermente fertig sind und probiert werden können. Einmal geöffnet sind sie im Kühlschrank noch einige Zeit haltbar. Der Deckeleinsatz mit dem Ventil wird dazu durch einen geschlossenen Deckel ersetzt.

Das schöne ist, ist das Gemüse erst eingelegt, ist keine Arbeit mehr nötig, da arbeitet die Zeit und die Natur für einen.

Der Zeitaufwand für die Bestückung der Gläser ist nicht sehr hoch. Mit Sicherheit nicht länger als für die Herstellung eines Salates.

Ein bisschen dauert es noch, bis ich meine ersten Fermente probieren kann. Ich werde vom Ergebnis berichten.

Ich habe es ausprobiert, die Airlock pickle Silikoneinsätze mit Ventil passen genau auf die Leifheit Einkochgläser mit Ring und separatem losen Deckeleinsatz.

Ihr könnt gerne selbst nach geeignetem Zubehör im Internet suchen oder folgende Links benutzen: