Nach der Theorie die Praxis für Diabetiker

Nach umfangreicher Schulung für Diabetiker in den Räumen der Praxis West sollte jetzt das Wissen in der Küchenpraxis umgesetzt werden.

Deshalb trafen sich etliche Kochwillige im Küchenstudio Arens in Mayen, um viel neues zu entdecken, und es nachher tagtäglich auch zu Hause umsetzen zu können.
Zunächst noch skeptisch, aber doch mit sehr großem Interesse waren Salate herzustellen, aus  Gemüse, die jeder sonst nur in gekochter Form kannte.

Denn Ziel ist es immer, mit Aufnahme der Nahrung möglichst viele Nährstoffe wie Vitamine und Mineralien zu sich zu nehmen.
Beim Kochen, Braten und Backen werden die hitzeempfindlichen Vitamine zum großen Teil zerstört. Deshalb ist es wichtig, möglich viel Gemüse in roher Form zu essen.

Daher sollte es neben einem Frischkorngericht auch Hokkaido- und Spinatsalat geben. Außerdem wurden noch Brötchen aus frisch gemahlenem Mehl, Brotaufstrich, ein Hauptgericht aus Gemüse und Kartoffeln und als Nachtisch Pflaumenkuchen hergestellt.

Mit viel Eifer wurde dann geschnippelt und zubereitet, bevor es sich die Teilnehmer in gemütlicher Runde gut schmecken ließen.

Mit großem Erstaunen merkte eine Teilnehmerin, dass der aus Kindertagen verhasste Spinat, den es traditionell immer gekocht mit Salzkartoffeln und Spiegelei gab, in roher Form mit Möhren und leckerem Dressing wunderbar schmecken kann.

Auch der Hokkaido roh, den man oft nur als Kürbissuppe kennt, fand als Salat gemischt mit Möhren, Apfel und Trauben reißenden Absatz.

Alle Teilnehmer gingen gut gesättigt und vielen neuen Erkenntnissen nach Hause.

Ein sehr schöner Abend, der bei genügendem Interesse sicher nochmals stattfinden wird.

Digitalisierung: Trautes Heim, nie mehr allein.

In unserem Vortrag “Die Digitalisierungs-Welle rollt, werden wir überrollt?” beim EULE Gesundheitstreff haben wir einige Aspekte der Digitalisierung aufgezeigt. Hier auf unserem Blog wollen wir diese nun aufnehmen und bereitstellen.

In allen Lebensbereichen

Die Digitalisierung greift auch in unsere unmittelbaren Lebensbereiche ein. So wird das eigene vertraute Heim in vielfältiger Weise Veränderungen erfahren. Im Wesentlichen geht es dabei um die funktionelle Aufrüstung von Alltagsgegenständen. Diese werden mit zusätzlicher Logik ausgestattet, an das Netzwerk angeschlossen und sind damit entsprechend steuerbar.

Man spricht in dem Zusammenhang auch vom Internet der Dinge (Internet of Things). Bis 2020 wird die Zahl der so vernetzten Geräte auf ca. 50 Milliarden weltweit geschätzt. Die Geräte sind dann mit zusätzlichen Möglichkeiten ausgestattet:

  • Der Fernseher ist sprachgesteuert, kennt unsere Sehgewohnheiten und spielt ein individuelles Programm ab. Zusätzlich dient er als Bildschirm für andere Geräte (z.B. Handy).
  • Der Kühlschrank achtet auf seinen Inhalt, warnt vor Verfall und bestellt Lebensmittel nach.
  • Die Waschmaschine bestellt Waschmittel und organisiert einen Termin mit dem Techniker
  • Die Heizung weiß wann wir nach Hause kommen und fährt die Temperatur hoch.
  • Die Haustür informiert uns über Besucher und lässt ggf. den Postboten und die Putzfrau rein auch wenn wir nicht Zuhause sind.

Smartifizierung der Welt.

Diese Fähigkeiten machen unser Heim schlauer, man spricht deshalb vom SmartHome und der Smartifizierung der Welt.

Eine sehr wichtige Eigenschaft ist dabei, dass die Geräte untereinander kommunizieren und Informationen austauschen. Dadurch lässt sich z.B. die Heizung nach unserem Terminkalender oder unserer aktuellen Position (auf dem Heimweg) steuern.

Aber nicht nur wir selbst hätten einen Nutzen vom SmartHome, auch der Postbote profitiert davon wenn er sein Paket abliefern kann, ohne dass wir Zuhause sind. Interessant sind diese Möglichkeiten auch für Energieversorger

Bis 2025 sollen alle Stromzähler gegen SmartMeter ausgetauscht werden. SmartMeter sollen die Steuerung von Stromverbrauchern im Haushalt erlauben.

So soll der Stromverbrauch mit der schwieriger planbaren Erzeugung durch erneuerbare Energieträger angepasst werden. Die Waschmaschine läuft dann wenn gerade viel Strom zur Verfügung steht. Das Elektroauto kann als Pufferspeicher dienen und Strom abgeben wenn es nicht gebraucht wird.

Sicheres und komfortables Heim

Die Möglichkeiten der Interaktion mit den Geräten via Sprachsteuerung bringt viele Vorteile u.a. auch für behinderte Menschen.

Auch eine Überwachung der Vitalfuktionen wären denkbar, so dass im Notfall Hilfe automatisch verständigt werden kann. Einschließlich Audio- und Videoansprache der betroffenen Person, Abschaltung von Herd und anderen Geräten sowie öffnen der Tür für den Rettungsdienst.

Das smartifizierte traute Heim wird zum Mitbewohner und Helfer, der uns immer zur Verfügung steht und nicht mehr alleine lässt.

Dörren oder Trocknen eine vergessene Tradition

Früher war es eigentlich ganz normal, dass im Herbst auf langen Schnüren aufgefädeltes Obst rund um den warmen Ofen oder an geschützten Stellen zum Trocknen aufgehangen war. So konnte man völlig energiefrei Obst, Gemüse ( meist Zwiebeln aus dem eigenen Garten ) oder auch Pilze für die kalte Jahreszeit konservieren.

So haltbar gemachtes Obst war eine süße und willkommene Köstlichkeit in den kargen Wintermonaten und das getrocknete Gemüse hat so manches Gericht nochmal aufgewertet.

Trocknen in Rohkostqualität

Die heute so oft gepriesene Rohkostqualität, d.h. Lebensmittel dürfen nicht über 42° erhitzt sein, war damit sogar gegeben,  und um weitere Zusatzstoffe brauchte man sich auch keine Gedanken zu machen. Sollte man allerdings nicht genau darauf geachtet haben, dass die Trockenfrüchte auch ausreichend durchgetrocknet waren, hatten Schimmelpilze leichtes Spiel.

Zusatzstoffe in Handelsware

Wie vermeintlich einfach ist dagegen heute der Griff ins Regal im Supermarkt, wo es getrocknete Früchte in Hülle und Fülle gibt, von einheimisch bis exotisch. Doch die Liste der Zusatzstoffe ist lang.
Schwefeldioxid dürfte mit zu den bekanntesten  Mitteln gehören, während Natriumsulfit, Natriumhydrogensulfit, Natriummetabisulfit, Kaliummetabisulfit, Calciumsulfit, Calciumhydrogensulfit, Kaliumbisulfit dann eher weniger geläufige Namen für die Konservierung von Trockenfrüchten sind. Sorbinsäure, Kaliumsorbat und Calciumsorbat werden eingesetzt, damit die Früchte ihre ursprüngliche Farbe behalten.

Das sind alles Mittel, die wir mit verzehren.

Während das Nervengas Methylbromid womit die Früchte kurz vor der endgültigen Verpackung gegen den Befall von  Schädlinge, wie z. B. Milben und Motten bzw. deren Eier abzutöten begast werden, sich verflüchtigen soll. Doch leider finden sich trotzdem immer wieder Rückstände in der Nahrung.

Besser Bioprodukte oder selbst trocknen

Bei Bioprodukten sind solche Zusatzstoffe nicht erlaubt, was man besonders bei Aprikosen und Äpfeln an der dunkleren Farbe erkennen kann. Auf jeden Fall sollte man die Angaben auf den Verpackungen genau ansehen und im Zweifel am besten selber trocknen.

Ich hielt es also an der Zeit, diese alte Tradition der Haltbarmachung von Früchten durch Trocknen wieder aufleben zu lassen. Die diesjährige reiche Ernte war natürlich ideal, so dass ich einen stattlichen Vorrat anlegen konnte. Wir verwenden gerne Trockenfrüchte  vor allem für die selbst gemachten Müsliriegel ( es kann neben Rosinen jedes andere Trockenobst nach Geschmack verwendet werden ) oder mal so zwischendurch.

Ich habe einen Dörrapparat, den es in verschiedenen Größen und Preislagen gibt. Dadurch ist es möglich auch größere Mengen gleichzeitig zu trocknen. Aber auffädeln geht natürlich auch, dauert nur dann noch etwas länger.

Arbeit lohnt sich

Das Vorbereiten des Obstes macht zwar etwas Mühe, die aber durch die Sicherheit, getrocknete Früchte in Rohkostqualität ohne Konservierungs- und Zusatzstoffe möglicherweise aus regionalem Anbau zu haben, belohnt wird.
Sind die Trockenbleche erst mal bestückt, hat man keine Arbeit mehr damit und muss nur noch kontrollieren, wann das Obst fertig ist und dann verpacken. Damit ich nicht eventuell größere Mengen wegwerfen muss, falls doch mal ein Stückchen verschimmelt, packe ich sie immer in kleine Gläschen. Das sind dann so ca. 60 gr. Bisher musste ich allerdings noch nie was entsorgen. Der Vorrat steht bei mir kühl und wird so nach und nach verbraucht.

Ich denke es reicht bis zur nächsten Ernte.